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Angermund: Angermunder kämpfen weiter für RRX-Tunnel

Angermund : Angermunder kämpfen weiter für RRX-Tunnel

Die Bürgerinitiative fürchtet eine höhere Lärmbelastung. Bei einer Versammlung zeigen sie ihre Lösungsvorschläge.

Die Bürgerinitiative Angermund setzt ihren Kampf gegen den zu erwartenden Lärm nach dem Bau des geplanten RRX fort. In den vergangenen Tagen hat sie mit Plakaten und einem Infostand erneut auf das Thema aufmerksam gemacht. Denn statt täglich bisher 530 sollen in etwa vier Jahren mindestens 690 Züge mitten durch das Dorf fahren. Ein Drittel aller Wohnhäuser im Ort sollen deshalb mit zusätzlichem passiven Schallschutz, also mit Schallschutzfenstern und Belüftungssystemen, ausgestattet werden, damit die gesetzlichen Grenzwerte für Lärmschutz eingehalten werden.

Gestern hat die Initiative bei einer öffentlichen Versammlung Projekte zur Gegenwehr vorgestellt. Sie setzt sich weiterhin für eine Tunnellösung ein und hat deshalb Spezialisten aus den Bereichen Grundwasser und Tiefbau beauftragt, die Machbarkeit dieser Variante zu prüfen. "Unser Tunnel behindert weder das Grundwasser, noch den Fluss der Anger. Er ist machbar", fasst Diplom Ingenieur Richard Kleinofen, Mitglied der Initiative, das Ergebnis zusammen.

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Weniger konstruktiv sollen laut Bahnlärmgegner die Gespräche mit den RRX-Verantwortlichen gelaufen sein. Auf das Angebot der Bürgerinitiative, zu den Themen Tunnel und Schallschutz einen runden Tisch einzurichten, sei die Deutsche Bahn bisher nicht eingegangen. "Der versprochene Dialog ist ausgeblieben und die Kommunikation mit uns nebulös", sagt Elke Wagner, Mitglied des Vereins.

Die Initiative fordert deshalb jetzt Akteneinsicht, um sich ein umfassendes Bild von den Planungen der Deutschen Bahn in Sachen RRX und Schallschutz machen zu können. Ihren Unmut haben die Bürger aber auch bei einer Umfrage zum Bahnlärm vom Eisenbahnbundesamt dokumentiert. "Weit mehr als 100 Eingaben sind in kurzer Zeit aus Angermund erfolgt, und täglich werden es mehr", sagt Wagner. Sie versteht dieses Engagement als klares Signal in Richtung Deutscher Bahn, die Angermunder endlich ernst zu nehmen.

(brab)