Düsseldorf : Neues Wohngebiet für Angermund

Rund 50 neue Einfamilienhäuser sollen an der Wacholderstraße entstehen. Da sich Gewerbe in der Nachbarschaft befindet, sind besondere Schallschutzeinrichtungen nötig. Einige Anwohner befürchten ein Parkproblem.

Das neue Wohngebiet, das im Umfeld der Wacholderstraße entsteht, stößt auf großes Interesse. So kamen mehr als 60 Bürger zu einer öffentlichen Präsentation in den Pfarrsaal von St. Agnes, um sich von der Stadtverwaltung über die Pläne informieren zu lassen und Fragen zu stellen. Insgesamt sind auf dem 1,4 Hektar großen Gebiet 49 Einfamilienhäuser geplant, von denen 20 Prozent preisgedämpft und 20 Prozent als öffentlich gefördert errichtet werden. Die Häuser sollen zwei- bis dreigeschossig werden. Mehrfamilienhäuser sind an diesem Standort nicht möglich.

"Wir befinden uns dort in einem Wasserschutzgebiet, in dem keine Tiefgaragen gebaut werden dürfen. Bei Häusern mit mehreren Wohneinheiten würde auch der Stellplatzbedarf steigen. Der kann dort aber nicht erfüllt werden", sagt Birthe Meier-Ewert vom Stadtplanungsamt.

Doch auch bei nur 49 Wohneinheiten befürchten einige Bürger ein Parkchaos, denn auf der anderen Seite der Wacholderstraße entstehen im Moment weitere 13 Häuser. Und schon heute sei die Wacholderstraße dicht zugeparkt, erklären Anwohner. Das Problem könnte noch verschärft werden, da in der Straße Halteverbotszonen eingerichtet werden sollen. Diese sollen das reibungslose Abbiegen von Lkw in die Gewerbegrundstücke garantieren. "Wir sind aber darauf angewiesen, manchmal Ladung auch an der Straße abzuladen und befürchten dann Konflikte", sagt Kai Wagner, Geschäftsführer der benachbarten Firma Optiplan. Er fordert deshalb, dass die Straße zulasten des Wohngebietes verbreitert wird. Andere Bürger würden sich ein umfangreiches Verkehrsgutachten wünschen, denn sie befürchten, dass es in den schmalen Wohnstraßen, die zur Wacholderstraße führen, bei einer Zunahme des Verkehrs zu gefährlichen Situationen kommen wird.

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Auf dem Bauland steht zurzeit noch ein altes ungenutztes Bürogebäude, in dem zeitweilig eine Waldorfschule untergebracht war. Da das Areal in einem Gewebegebiet liegt, gehört zu den ersten Planungsschritten, dieses in ein Wohngebiet umzuwandeln. "Gutachten haben ergeben, dass dies möglich und ein verträgliches Miteinander von Wohnen und Gewerbe dort machbar ist", sagt Meier-Ewert. Damit die neuen Bewohner aber nicht von Lärm aus dem benachbarten Gewerbegebiet gestört werden und die dort ansässigen Unternehmen ohne Einschränkungen weiterarbeiten können, sind verschiedene Schallschutzeinrichtungen vorgesehen.

Die Häuser, Garagen und Nebengebäude gegenüber den Gewerbeunternehmen sollen mit Elementen beispielsweise aus Glas oder mit begrünten Wänden untereinander verbunden werden, so dass eine durchgängige Schallschutzwand entsteht. Diese Abschirmung nach außen soll einen ruhigen Innenbereich schaffen. "Das sind aber alles erst erste Vorschläge. Der gesamte Entwurf ist noch in der Entwicklung und die Detailplanungen setzen erst später ein", sagt Meier-Ewert. Dennoch zeigten sich einige Bürger bereits jetzt schon sehr interessiert an dem Kauf eines Hauses und wollen sich beim Investor vormerken lassen.

(RP)