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Düsseldorf: Im Düsseldorfer Norden weihnachtet es

Düsseldorf : Im Düsseldorfer Norden weihnachtet es

Regionale Leckereien und ausgefallene Geschenkartikel zogen viele Düsseldorfer zu den Weihnachtsmärkten in Angermund und Unterrath. Bei bestem Glühweinwetter genossen die Besucher das familiäre Zusammensein.

Dampfende Glühweintassen, rote Wangen, Waffelduft und besinnliche Blasmusik, wie sie nur zur Adventszeit ertönt. Der Weihnachtsmarkt in Unterrath sowie der Angermunder Nikolausmarkt lockten am Wochenende mit allerlei Weihnachtlichem, wie überall. Und doch hatten die Märkte im kleinen Kreis mehr zu bieten als Engelchenmarkt und Co: Stadtteilflair.

"Man trifft Freunde, Nachbarn und alte Bekannte, die man das ganze Jahr über nicht gesehen hat. Hier kommen einfach alle zusammen", sagt Michael Baumeister. Der Mitorganisator des zweitägigen Unterrather Weihnachtsmarktes schätzt die familiäre Atmosphäre rund um die sieben Meter hohe Tanne, welche inmitten von hölzernen Buden, Zelten und Ständen auf dem TuS- Nord-Gelände in die Luft ragt. "Rund 30 Aussteller sind heute und morgen vor Ort. Alle kommen aus Unterrath, das macht mich stolz."

Von Unterrathern für Unterrather. In Zusammenarbeit mit dem "Unterrather runden Tisch" veranstalteten die "Einkaufs-Trümpfe" den heimatlichen Budenzauber nun zum dritten Mal. Hermann Schmitz, einst Karnevalsprinz, Hoppeditz und schon seit über 70 Jahren im beschaulichen Stadtteil zuhause, findet: "So ein vertrautes Zusammensein gibt es auf den innerstädtischen Märkten nicht." Als Christbaum verkleidet, eröffnete der gebürtige Wuppertaler Samstagnachmittag das vielfältige Bühnenprogramm: Tanz, Feuerwerk und Gesang, der echte Weihnachtsgefühle aufkommen ließ.

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Idyllische Stimmung gab es auch in Angermund. Der Nikolausmarkt ist Tradition im Stadtteil - seit 1992 bauen die heimatverbundenen Bürger ihre Stände auf der Graf-Engelbert-Straße entlang der St.-AgnesKirche auf und läuten gemeinsam die Adventszeit ein.

"Sehr ursprünglich", so beschreibt Organisatorin Andrea Lindenbaub das Flair auf dem romantischen Markt. Da dieser immer nur einen Tag stattfindet, hat sich der heimelige Weihnachtszauber zu einem festen Treffpunkt etabliert. "Viele Ehemalige reisen an diesem Wochenende hierher zurück, um Freunde und Familie in die Arme zu schließen." So auch Jüngschützin Laura Michel, die alljährlich wärmende Getränke mit ihren Vereinskollegen verkauft. "Wir sind hier verankert", sagt die 24-Jährige.

Vom Verein "Handwerk und Handel" ins Leben gerufen, umfasst die Institution rund 50 Stände: Genähtes, Gestricktes, Gestecktes und Geschnitztes. Selbst gebackenes Steinofenbrot, Feuerzangenbowle nach altem Familienrezept, warme Mandeln und süßes Gebäck. "Hier findet man nichts Kommerzielles", weiß Moderator Walter Krejci. "Selbst gemacht" lautet die Devise.

Besonders starker Andrang herrschte in der Kinderbackstube. Ur-Angermunder Ferdi Wolff hat diese vor über zehn Jahren ins Leben gerufen. Wolff: "Zusammen mit den kleinen Bäckern habe ich heute schon 150 Weckmänner geknetet, geformt, verziert und in den Ofen geschoben. Die strahlenden Kinderaugen berühren mich unglaublich."

Rührend war auch der Besuch des Nikolauses, der wohl schönste Moment für die kleinsten Angermunder. Hand in Hand versammelten sich Jung und Alt um das Bürgerhaus, "Ihr Kinderlein kommet" singend. In Begleitung zweier Engel hielt der Nikolaus seine traditionelle Rede und beschenkte die Mädchen und Jungen mit einer fruchtigen Gabe.

(RP)