Handel in Corona-Zeiten : Lokale Händler werben erneut gemeinsam online

Damit soll in Angermund unter anderem auf Lieferdienste aufmerksam gemacht werden. Die Händler beschäftigen sich auch mit der Zukunft des Dorfes.

Bereits beim ersten Lockdown im März hat der Angermunder Verein Handwerk und Handel schnell für seine Mitglieder eine Webseite eingerichtet, auf der die Händler, Handwerker und Dienstleister auflisten konnten, welche Dienste und Waren sie noch anbieten und gegebenenfalls ausliefern können. „Diese Seite haben wir jetzt wieder aktualisiert und optimiert“, sagt Buchhändlerin Andrea Lindenlaub. Sie ist die Vorsitzende der Händlergemeinschaft, der 84 Mitglieder angehören. „Alleine acht neue Mitglieder, darunter etwa die Spee’sche Forstverwaltung, sind uns in den vergangenen Monaten beigetreten. Das ist für uns sehr erfreulich“, sagt sie.

Bei der Jahreshauptversammlung des Vereins wurden die neuen Funktionen der Webseite den Mitgliedern vorgestellt. Dazu gehört beispielsweise eine neue Suchfunktion, mit der Kunden schneller gewünschte Produkte finden können. Ein zweiter wichtiger Tagesordnungspunkt war die Entwicklung des Dorfes und hier besonders die Vorstellungen, wie die Wiese am Fettpott künftig genutzt werden kann. Diese liegt mitten im Ortskern an der Angermunder Straße und musste lange Zeit als natürliches Überschwemmungsgebiet für den Hochwasserschutz freigehalten werden. Anfang 2018 hat die Verwaltung aber eine Liste erstellt, an welchen Stellen im Stadtnorden noch Freiflächen vorhanden sind, die bebaut werden könnten. Darunter war auch die Wiese, welche mittelfristig entwickelt werden soll.

„Wir wollen diese Entwicklung auf alle Fälle begleiten, damit die Bedürfnisse der Angermunder auch wirklich erfüllt werden und der Charakter des Dorfes erhalten bleibt“, sagt Lindenlaub. Sie hat sich bei der Versammlung versichert, dass über die Ziele bei den Mitgliedern ein Konsens besteht. So wird gewünscht, dass auf dem städtischen Grundstück ein Nahversoger und eine Drogerie ihren Platz finden. Mit einem kleinen Platz soll ein Ortsmittelpunkt geschaffen werden. „Auch Gastronomie wäre gut für den Ort, denn nachdem Haus Litzbrück und das Restaurant Mediterran geschlossen wurden, gibt es keine Räume für Veranstaltungen mehr. Selbst Platz für ein größeres Beerdigungscafé fehlen“, sagt die Vereinsvorsitzende. Die Jahreshauptversammlung musste deshalb schon im Landgasthaus Chargé in Duisburg stattfinden.