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Schermbeck: Katholische Frauengemeinschaft ehrt Bezirksfrauen für Treue

Schermbeck : kfd Schermbeck ehrt Bezirksfrauen für ihre Treue

Die Kirche St. Ludgerus diente erstmals als Versammlungsraum. Die Zahl der Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft ist weiter steigend.

Um möglichst vielen Mitgliedern der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) von St. Ludgerus in Corona-Zeiten die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung zu ermöglichen, fand die Versammlung in der Ludgeruskirche statt.

Die kfd-Sprecherinnen Monika Schmidt und Petra Becker ehrten die Jubilare der Frauengemeinschaft. Maria Füser, Bärbel Knappernatus und Beate Vortmann gehören der kfd seit zehn Jahren als Bezirksfrauen an, Gertrud Nacke seit 50 Jahren. Im vergangenen Jahr wurden 17 neue Frauen aufgenommen, sodass die Zahl der Mitglieder auf insgesamt 403 anstieg.

Während der Versammlung wurde auch über das Thema „Fahne“ gesprochen. Vor zwei Jahren begann die kfd mit Planungen für die Beschaffung einer neuen Fahne. Um diese finanzieren zu können, wurden Spenden gesammelt. Innerhalb von eineinhalb Jahren wurden 3408,64 Euro gespendet. Im kommenden Jahr soll die neue Fahne geweiht werden und das über 100 Jahre alte Vorgängermodell ablösen.

Die Mitgliederzeitschrift der kfd wurde 1909 unter dem Titel „Die Mutter“ gegründet. Seitdem begleitet das Monatsmagazin Millionen katholischer Frauen in ihrem Alltag in Beruf, Familie, Ehrenamt und Freizeit. Seit 1931 erschien die Verbandszeitschrift unter dem Titel „Frau und Mutter“ elfmal jährlich. Ab 2021 wird es unter dem neuen Namen „Junia“ nur noch sechs Ausgaben pro Jahr geben. Die Hefte werden dicker; der Preis bleibt bestehen. Der neue Name erinnert an eine Apostelin der frühen Kirche, die aber lange Zeit als Frau nicht wahrgenommen wurde, weil sie unter dem veränderten Namen „Junias“ als Mann vorgestellt wurde. Erst seit 2016 spricht die Einheitsübersetzung der Bibel von der Frau und Apostelin „Junia“.

Während der Versammlung bastelten die etwa 60 Teilnehmerinnen aus bunten Papierstreifen Rosen, an denen sie weiße Blätter befestigten, auf denen die Frauen zuvor Wünsche, Bitten oder Dank-Formulierungen notiert hatten. Diese Rosen wurden an einem etwa vier Meter langem Seil befestigt, das auf diese Weise zu einem „Rosenkranz“ wurde. „Die Idee mit den Rosen kommt aus Münster“, berichtete Petra Becker von der Bistums-Challenge. Die Rose gelte als Zeichen der Liebe, der Schönheit und der Reinheit. Wegen ihrer Dornen stehe sie aber auch für das Leiden. In der christlichen Symbolik stehe die Rose auch für Maria. Ein Foto des Kranzes, der vom Vorstandsteam getragen wurde, soll auf der Internetseite der kfd Münster erscheinen.

Nach dem offiziellen Teil der Jahreshauptversammlung sorgten die beiden „Song Sistas“ Eva Paulus (Dorsten) und Katja Grunden (Nijmegen) als vielseitige Instrumentalistinnen für ein musikalisches Vergnügen. Mehr als ein Dutzend Evergreens vermittelten den offenkundig dankbaren Zuhörerinnen in einem schrillen komödiantischen Gewand einen völlig neuen und mit herzhaftem Gelächter quittierten Eindruck.