1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Leverkusener Grünen-Vorstand widerspricht Wolfs Vorwürfen

Alt-Mitglieder fühlen sich gemobbt : Grünen-Vorstand widerspricht Wolfs Vorwürfen

Die Grünen Leverkusen wachsen weiter: Inzwischen zählt die Partei 113 Mitglieder, berichtete Kreisverbands-Geschäftsführer Kevin Liebig auf der Mitgliederversammlung am Sonntag. Mobbing-Vorwürfen widerspricht der Vorstand.

Nachdem der Ex-68er Grüne Klaus Wolf auf der Tagung mit seiner Fundamentalkritik am Parteivorstand die anderen 35 Sitzungsteilnehmer geschockt hatte, versuchte die Parteiführung am Montag die Wogen zu glätten. Der Vorstand widersprach dem Vorwurf von „mangelnder Transparenz“ und „Erfolgsbesoffenheit“. Wolf war aber auf der Versammlung nicht einfach so der Kragen geplatzt, seine sehr harsche Kritik hatte er wohl vorbereitet und schriftlich fixiert. „Ich habe das Vokabular bewusst so scharf gewählt“, bestätigte er im RP-Telefonat. Das alles habe eine längere Vorgeschichte. Sein Statement hatte er mit „alte weiße Männer“ überschrieben, die bei den Grünen gemobbt würden. Es gebe außer ihm noch mehr „alte“ Grüne, die sich übergangen fühlten, sich aber vor öffentlichen Äußerungen fürchteten. Auch Grünen-Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold bestätigte, dass es „Verletzungen“ gegeben habe. Den Auftritt von Wolf fand sie trotzdem „bedauerlich“, zumal sich die Partei weiterentwickelt habe. Deshalb sei es ihr wichtig gewesen, mit der neuen Fraktion auch ganz neu anzufangen. Ex-Vorstandsmitglied und Neu-Ratsfrau Claudia Wiese wertete: Der Tonfall von Wolf schrecke ab, es sei auch nicht mehr der Stil von heute. Auf der Versammlung wurden in den erweiterten Vorstand ergänzend gewählt: Co-Vorsitzender Fabian Hantke (29), dazu Claudia Schulte (47), Santharupiny David (31), Irina Prüm (46) und Ozan Yakincan (21). Ausgeschieden sind Christoph Kühl, Bettina Miserius und Claudia Wiese, weil die drei in den Rat einziehen.