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Düsseldorf/Köln: Rheinpegel überschreitet fünf Meter

Düsseldorf/Köln : Rheinpegel überschreitet fünf Meter

Der Rhein, der sich in seinem Bett während der bisherigen Winterwochen nicht allzu breitgemacht hat, ist in den vergangenen regnerischen Tagen kräftig angestiegen. Am Wochenende ist in Düsseldorf die Pegelmarke von fünf Metern überschritten worden. In Köln wurde mit sechs Metern ein Höchststand erreicht.

In Köln stieg der Rhein-Pegel auf 6,03 Meter, wie die Hochwasserschutzzentrale mitteilte. Auf einigen Wiesen nahe am Ufer ragten die Bäume aus dem Wasser, außerdem waren mehrere Wege abgesperrt. Erste Schutzmaßnahmen werden in Köln ab einem Pegel von 4,50 Meter getroffen. Bis Mittwoch wird der Pegel nach Schätzung der Experten unter sechs Meter sinken. Wegen neuer Regenfälle dürfte der Rhein ab Freitag aber schon wieder steigen.

In den nächsten Tagen lassen die Prognosen auch in Düsseldorf noch einen weiteren Anstieg erwarten, der aber für die Landeshauptstadt keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich macht, heißt es von den städtischen Hochwasserschützern.

Die Experten würden das Geschehen natürlich weiterhin im Auge behalten und auch die Entwicklung am Oberlauf des Flusses und an den Nebenflüssen beobachten.

Am Montagnachmittag kletterte die Pegelmarke in Düsseldorf auf 5,42 Meter. Am Sonntagmorgen hatte der Rhein bei Düsseldorf erstmals die Fünf-Meter-Marke überschritten. Laut einer Vorhersage der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes könnte der Wasserstand bis Mittwoch auf 5,65 Meter steigen, ehe der Pegel ab Donnerstag wieder fällt und spätestens am Freitag unter die Marke von fünf Metern sinken soll.

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Die Hochwassermarke I, bei der erste Einschränkungen greifen, ist erst bei 7,10 Meter erreicht. Bei diesem Pegelstand dürfen zum Beispiel Schiffe nur noch in der Strommitte fahren.

Wenn der Rhein sein Bett verlässt, sind in Düsseldorf zu allererst immer die Stadtteile Himmelgeist und Itter - vor allem das Gebiet nördlich von der Kreuzung Nikolausstraße/Himmelgeister Landstraße bis zum Wasserwerk Flehe - von Hochwasser betroffen. Mit dem Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung für die Schließung der Deichlücke Ende des vergangenen Jahres soll aber auch dieser Missstand bald behoben sein.

(RP/lnw)