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Rheinbahn-Gelände: Grundschüler trainieren Sicherheit

Rheinbahn-Gelände : Grundschüler trainieren Sicherheit

2000 Düsseldorfer Grundschüler nehmen zwei Tage lang an den Verkehrssicherheitstagen auf dem Gelände der Rheinbahn teil. Das Motto "Mach mit – sicher, mobil und fit!" spornte die Schüler der vierten Klassen an, das richtige Verhalten im Straßenverkehr an spannenden Stationen einzuüben.

2000 Düsseldorfer Grundschüler nehmen zwei Tage lang an den Verkehrssicherheitstagen auf dem Gelände der Rheinbahn teil. Das Motto "Mach mit — sicher, mobil und fit!" spornte die Schüler der vierten Klassen an, das richtige Verhalten im Straßenverkehr an spannenden Stationen einzuüben.

Xaver wagt den Weg durch den Schilderwald. Das klappt ganz gut findet er, da hat der Rollstuhlparcours mehr Tücken. "Damit in den Bus zu kommen, ist wirklich schwer", sagt der Schüler der GGS Lörick. Er kann selbst ausprobieren, mit welchen Schwierigkeiten Menschen kämpfen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und sich nicht ungehindert im Verkehr bewegen können.

Ausprobieren, selber machen und manchmal staunen, das ist das Konzept der Verkehrssicherheitstage. "Es ist Verkehrserziehung durch die Hintertür", sagt Simon Höhner, Geschäftsführer der Verkehrswacht. Martin Vonstein, Leiter der Polizeidirektion Verkehr ist sicher: "Der Rückgang der Unfallzahlen bei den Kinderunfällen kommt nicht von ungefähr, wir versuchen Kinder auf emotionale Weise zu erreichen."

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Waren im Juli 2011 noch 157 Kinder verunglückt, lag die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern im Juli dieses Jahres bei 131. "Die Kinder sind offenbar vorsichtiger geworden", stellt Martin Vonstein, Leiter der Polizeidirektion Verkehr, fest. Dazu sollen auch zahlreiche Aktionen an den Verkehrssicherheitstagen beitragen, an denen die Kinder sich aktiv beteiligen können: Ein Inliner- und Fahrradparcours sind ebenso vor Ort aufgebaut, wie eine Kinderstraßenbahn, zu der nur junge Menschen Zutritt haben.

Beim Crash-Test zeigt sich sehr anschaulich, wie lang der Bremsweg eines Autos ist. Der Dummy, der ein Schulkind symbolisiert, fliegt nach dem Zusammenprall 20 Meter durch die Luft — und das bei Tempo 30. Die jungen Zuschauer sind beeindruckt, das Auto haben sie deutlich schneller eingeschätzt. Ähnlich geht es auch Kim und Amelie in der Busschule der Rheinbahn. Wenn "Tim Tonne" bei einer plötzlichen Vollbremsung durch den Bus fliegt, steht fest: "Man muss sich ganz doll festhalten", sagt Kim. Das auch das korrekte Ein- und Aussteigen wichtig für die eigene Sicherheit ist, stand dort ebenfalls auf dem Programm. Um Wahrnehmung, Motorik und Konzentration zu fördern, sind an den einzelnen Stationen des Verkehrssicherheitstages immer kleine Herausforderungen zu meistern. "Unser Ziel ist es, die Eltern bei ihrer häuslichen Verkehrserziehung mit diesen Angeboten zu unterstützen", sagt Roland Hahn, stellvertretender Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement. Wie wichtig ein Helm beim Fahrrad- oder Inlinerfahren ist, veranschaulicht ein Helm-Melonentest. Ohne Helm sieht die Melone nach dem Sturz einfach matschig aus. Das verstehen Jungen und Mädchen.

(RP/jco)