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Wohnen im Hafen: Hammer Straße: Neues Wohn- und Geschäftshaus

Wohnen im Hafen : Hammer Straße: Neues Wohn- und Geschäftshaus

Das Thema Wohnen im Düsseldorfer Hafen ist wieder aktuell: An der Hammer Straße direkt neben dem Multiplex-Kino soll ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut und das alte Lagerhaus an der Stelle dafür abgerissen werden. Die Bezirksvertretung 3 stimmte am Dienstag der entsprechenden Bauvoranfrage zu.

Nach Ansicht der städtischen Bauaufsicht ist es durchaus vertretbar, auf dem letzten, noch bebaubaren Grundstück in dem Bereich Wohnungen zu errichten: Hafenbetriebe in unmittelbarer Nähe gebe es schon lange nicht mehr, außerdem wären diese dort inzwischen planungsrechtlich auch nicht mehr zulässig.

Zwar sehe der Bebauungsplan eigentlich nur Wohnungen in einem 14 Meter langen Streifen direkt an der Hammer Straße vor. Dass die Wohnungen in dem nun geplanten Neubau aber im rückwärtigen Bereich bis an die Straße Am Zollhof reichen sollen, sei zulässig, da sich in unmittelbarer Nähe ausschließlich Büros und Hotel-Gastronomie mit Außenterrassen befänden. Deswegen sei "die gegenseitige Rücksichtnahme aus städtebaulicher Sicht gewährleistet".

Geplant ist ein bis zu fünfgeschossiges Gebäude mit einer zweigeschossigen Tiefgarage (82 Stellplätze), deren Zu- und Abfahrt an der Straße Am Zollhof liegen soll. Im Erdgeschoss sollen auf jeweils 600 Quadratmetern zwei Geschäfte einziehen: ein Bekleidungsgeschäft und ein Lebensmittelladen. Die Eingänge der Geschäfte sollen in einem Arkaden-Gang liegen. Der Platz dafür wird geschaffen, indem das gesamte Gebäude um einige Meter hinter der Straßenkante errichtet wird. Das dürfte die im Hafen arbeitenden Menschen freuen, denn eine Versorgung mit Frischwaren gibt es dort bislang nicht. In den Etagen darüber sind 48 Wohnungen in der Größenordnung von 42 bis 181 Quadratmetern Fläche geplant.

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Das Grundstück soll komplett überbaut werden - anders als im Bebauungsplan vorgesehen. Als Ausgleich ist eine Begrünung der Flachdächer geplant. Außerdem soll eine Grünfläche auf Höhe der ersten Etage entstehen, zu der man über eine Freitreppe vom Zollhof aus gelangt. Dort soll auch ein Kinderspielplatz eingerichtet werden.