Düsseldorf: Die Profis von "Dusfor" geben Tipps zum Inline-Skaten

Inline-Skaten : Auf Rollen durch die Stadt

Die Gruppe „Dusfor“ trifft sich jede Woche zum gemeinsamen Inline-Skaten. Für Anfänger auf Rollen haben die Mitglieder die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Auf dem himmelblauen Trikot von Barbara Hoff prangt ein weißer Inline-Skate, der von zwei Olivenzweigen eingerahmt wird. Seitdem ein Mitglied ihrer Skater-Gruppe, ähnlich wie die UN-Friedensmissionen, immer einen blauen Helm trug, versteht sich die Gruppe augenzwinkernd als kleine Einheit der Vereinten Nationen – mit dem Namen „Dusfor“.

„Seit 15 Jahren treffen wir uns jede Woche zum Skaten“, sagt Barbara Hoff. Die Gruppe sei kein Verein, eher ein loser Zusammenschluss, um gemeinsam die Freizeit zu verbringen. An diesem Abend sind etwa 15 Menschen zum Treffpunkt am Burgplatz gerollt. Die Abendsonne beleuchtet die Häuser, wirft lange Schatten auf die Promenade.

„Ein perfekter Sommertag zum Skaten“, findet auch Angelika Rott. Sofern es nicht regnet, skatet die Gruppe allerdings auch im Winter. „Inline-Skaten ist ein toller Sport. Wir sind immer an der frischen Luft, ständig in Bewegung und sehen viel von der Stadt“, sagt Christian Dünnwald. Er empfiehlt jedem, das Skaten zumindest einmal auszuprobieren. Für Anfänger haben die Unfor-Mitglieder so einige Tipps parat.

Die Ausrüstung „Sehr wichtig sind die Schuhe, die müssen passen“, sagt Dünnwald und verweist auf die Internetseite „Rollenshop“. Dessen Schuhe dürfe man mit Testrollen auch auf der Straße Probe fahren und sie notfalls zurückgeben. Außerdem sind Schoner an Knien, Handgelenken und den Ellenbogen hilfreich. Stürze seien fast nicht zu verhindern, erklären die Dusfor-Skater. „Ein Helm ist deshalb bei uns Pflicht“, sagt Hoff. Nachteulen können Taschenlampen für den Helm kaufen.

Die Anfänge Die ersten Meter auf den Rollen sind eine Wackelpartie. Diese Unsicherheit ende aber schnell, beruhigt Hoff: „Das Fahren lernt man zügig.“ Für die ersten Versuche sollte man sich einen verkehrsberuhigten Ort suchen und das Bremsen lernen. „Wer nicht bremsen kann, ist im Straßenverkehr sehr gefährdet und sollte auch nicht bei Dusfor mitfahren“, sagt sie.

Skatekurse, in denen alle Grundlagen beigebracht werden, bietet zum Beispiel die „Skateschule NRW“ an.

Los geht’s! „Düsseldorf ist eine schöne Stadt zum Skaten“, sagt Angelika Rott. Vor allem am Rhein herrsche immer eine schöne Atmosphäre. Bei der Ausflugsplanung muss vor allem darauf geachtet werden, dass der Bodenbelag stimmt. Wichtig zu wissen: Das Gesetz behandelt Inline-Skater wie Fußgänger. Wer alles richtig machen möchte, sollte daher immer auf dem Bürgersteig bleiben und nicht auf gewöhnlichen Straßen fahren.

Strecken Dutzende Wegbeispiele zeigt die Dusfor-Gruppe auf ihrer Homepage. Ein einfacher, 20 Kilometer langer Weg beginnt am Apollo. Er führt erst über die Rheinkniebrücke nach Heerdt und verläuft dann immer am Rhein entlang Richtung Süden. Auf dem Willy-Brandt-Ring überquert man den Neusser Hafen und folgt danach weiter den Schleifen des Rheins. Zurück in die Innenstadt geht es über die Fleher Brücke und die Fleher Straße.

Finale Rollnacht Die Tour zur Handwerkskammer heute ist das Finale der Rollnacht Düsseldorf 2018. Zum ersten Mal in elf Jahren kann Organisator Claus Vogel dank des guten Wetters alle „neun Höhepunkte, neun Nächte“ durchziehen. Zur Pause an der Handwerkskammer gibt es die Premiere des Speeddating für Singles auf Rollen.

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