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Kaarst: Bebop gestaltet Skateboards mit Jugendlichen

Jugendeinrichtung in Kaarst : Bebop gestaltet Skateboards mit Jugendlichen

Neues Projekt in Kaarst: In den Sommerferien können Jugendliche in dem Treff ihr eigenes Rollbrett kreieren. Dafür ist die Einrichtung auf der Suche nach Sponsoren.

Die Jugend- und Freizeiteinrichtung Bebop hat sich ein neues Projekt ausgedacht. Die Idee dazu hatte Ken Schultze, als er sich in der Umgebung rund ums Bebop umgeschaut hat und die Skater-Area sah. „Es kommen immer mehr Ältere mit ihren Skateboards dorthin. Das finde ich super, es ist immer toll, wenn es Möglichkeiten gibt, sich draußen zu bewegen“, sagt der Bebop-Leiter. Dabei entstand in seinem Kopf die Idee, dass die Jugendlichen doch eigentlich ihre eigenen Boards kreieren könnten. Er sprach die Skater einfach an – und die Resonanz war sehr positiv, die Jugendlichen waren begeistert von der Idee. So begann Schultze mit den Recherchen. „Die Skateboard-Szene ist recht groß, es gibt sie schon seit den 1970er Jahren“, sagt er. Daher war es nicht einfach, Hersteller zu finden, die sogenannte „blank decks“, also blanke Holzdecks, verkaufen. „Die meisten verkaufen schon vorgefertigte Decks“, erklärt Schultze.

Doch er wurde schließlich fündig und kaufte ein paar Decks, um zu testen, welche Materialien man noch dafür braucht, die eigenen Ideen auf dem Board umzusetzen. „Es ist besser, wenn man es vorher mal ausprobiert, um es besser zu vermitteln“, erklärt er. Mit Acrylfarbe malte er einen Fisch, übertrug diesen mit Schwarzpapier auf das Holzboard. Ein weiteres Board wurde mit hochwertigen Spezialstiften bemalt. Schultze ging mit den halbfertigen Boards zur Skater-Area nebenan und zeigte sie den Jugendlichen, damit sie sehen, was sie mit ihren eigenen Händen erschaffen können. Doch die Erstellung der Skateboards kostet natürlich Geld. Ein Acht-Inch-Deck als Standardgröße kostet 27,50 Euro. Hinzu kommen Farben und Arbeitsmaterialien, die vom Bebop gestellt werden. Ziel des Bebop-Teams war es aber, dass sich die Jugendlichen auch mit dem Board bewegen können, also wurde nach Rollen und Kugellagern gesucht. Diese kosten pro Board rund 50 Euro. „Insgesamt liegt man bei 78 Euro pro Board“, sagt Schultze – das sei allerdings noch günstig, denn durchschnittlich kosten Skateboards zwischen 100 und 120 Euro.

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Damit die Jugendlichen nicht die gesamten Kosten tragen müssen, sucht das Bebop noch Unterstützer. „Wir suchen Sponsoren, die Bewegung und Kreativität fördern und dabei helfen wollen, die Jugendlichen in der Corona-Zeit vom Computer wieder mehr nach draußen zu holen“, erklärt Schultze. Beginnen will das Bebop in der ersten Woche der Sommerferien an den Nachmittagen mit einer Gruppe von 20 Jugendlichen. Ziel ist es, die Hälfte der Kosten mit Spenden abzudecken, sodass die Jugendlichen nur noch rund 35 Euro für ein selbst gestaltetes Skateboard mit Achsen zahlen müssten. Sollte die Aktion gut ankommen, ist eine Wiederholung denkbar, sagt Schultze.