Kommen Und Gehen: Ein Container voller Leckereien

Kommen Und Gehen: Ein Container voller Leckereien

Im Mr. Ben's Café gibt es Soulfood, das Gesundes und süße Sünden miteinander kombiniert.

Stadtmitte Auf wenigen Quadratmetern ein Café zu führen - ein "logistisches Meisterwerk", so nennt es Khalek Qassiti. Er gründete gemeinsam mit Ben Abelski die Gastronomie-Eventfirma Mr. Ben's, die im Februar ihr erstes Café eröffnet hat - in einem Container an der Schadowstraße. Der Herausforderung des Platzmangels scheint es selbstbewusst zu trotzen. "Zum Lagern haben wir keinen Platz", so Qassiti, "außer unter der Theke." Eine Küche gibt es auch nicht. Darum müssen sie sich auf wenige Produkte beschränken. Kein Problem für eine Eventfirma, deren Aufgabe es ist, kreative, moderne, neuartige Ideen zu kreieren. "Wir entwickeln ständig neue Produkte", sagt Abelski. Darum können sie das Angebot flexibel verändern, neue Leckereien einführen und austesten. "Wir sehen uns als Vorreiter." Das Ziel der beiden Gründer: den Leuten in den Köpfen bleiben, ein Image vermitteln. Kreativität hat für die beiden einen genauso hohen Stellenwert wie das Lebensgefühl, das sie ihren Kunden mitgeben wollen. "Wir wollen jeden Tag zum Erlebnis machen, den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern", so Qassiti. Nach ihrer Philosophie darf man ruhig auch mal sündigen, deshalb gibt es ebenso gesunde wie zuckersüße Produkte - Soulfood eben, Essen für die Seele.

Besonders stolz sind Abelski und Qassiti auf ihre Kaffeemaschine, "der Ferrari unter allen Maschinen", schwärmen die beiden. Auf der Karte stehen außerdem farbenfrohe Kreationen wie Matcha oder Kurkuma Latte. Zum Kaffee gibt es Zimtschnecken, Bananenbrot oder bald auch herzhafte Snacks. Ein "rundes Paket", sagt Qassiti: frisch, selbst gemacht, bio. Gemütlich eingerichtet haben die zwei das Container-Café auch. Holz, Pflanzen und warme, fröhliche Farben lenken von der grauen Baustellenoptik ab. "Wir wollten es aber nicht komplett verkleiden", sagt Qassiti - ein Café im Container hat schließlich auch Charakter. Für die wärmere Jahreszeit wird die Terrasse noch verschönert, auf dem Dach des Containers soll es ebenfalls einen Sitzbereich geben. Und wenn die Baustelle beendet und der Kö-Bogen 2 fertiggestellt ist, können sich Qassiti und Abelski vorstellen, dort langfristig ein Café aufzumachen.

"Das alles war nicht geplant, die Idee mit dem Café kam uns spontan auf einer Party", erzählen die beiden. "Aber wir probieren eben gerne neue Dinge aus."Und es sei gut, ein zweites Standbein zu haben. Ursprünglich ist Mr. Ben's durch Messe- und Firmenevents, Catering und Foodtrucks auf Straßenfestivals bekannt geworden - deutschlandweit. Dort gibt es auch bunte Waffel- und Hotdog-Kreationen, Frozen Joghurt und mehr. Überall zu sehen: das Logo mit dem bärtigen Gesicht - ob es Qassati nachempfunden ist, und ob Ben Abelski der Namensgeber war, wollen die beiden nicht verraten.

(RP)