Düsseldorf: Wer sind die "Gustaf"-Favoriten?

Düsseldorf: Wer sind die "Gustaf"-Favoriten?

Die Ehrung ist eine Initiative des Freundeskreises des Schauspielhauses in Zusammenarbeit mit der Rheinischen Post. Dabei kürt das Publikum seine Lieblingsschauspieler. Fürs Mitmachen gibt es E-Paper-Abos und "Lazarus"-Tickets.

Zwei Jahre Neuland sind bald um. Vertraut. Nicht mehr fremd. Reich gefüllt mit Theatererlebnissen. Mit interessanten Denkanstößen und ungewöhnlichen Herangehensweisen, mit brillanten Schauspielern und Gästen, anregenden Stücken. Wilfried Schulz, seit 2016 Intendant am Düsseldorfer Schauspielhaus, hat dem Theater den Stellenwert zurückerobert, der ihm gebührt. Vergessen sind die unsicheren Zeiten mit wackelnden Chef-Stühlen und leeren Zuschauerrängen. Jetzt wird in dem von Land und Stadt zu gleichen Teilen getragenen Haus wieder Staatstheater-Niveau angestrebt. Und wenn die Renovierung des einst so kühnen Pfau-Baus am Gustaf-Gründgens-Platz pünktlich fertig wird, sollte sich dem kein Hindernis in den Weg stellen.

Das Junge Ensemble spielt in der Münsterstraße - hier ein Szenenfoto aus dem aktuellen Stück "Das geheime Haus". Foto: Schauspielhaus/David Baltzer

Schulz ist ein in der Stadt bestens vernetzter Mann und weiß bei all seinen Anstrengungen gute Partner an der Seite. Der Freundeskreis des Schauspielhauses ist so ein tatkräftiger Kreis von Enthusiasten, der sich für alles einsetzt, was das Theater betrifft. Das Wichtigste aber ist den Freunden der "Gustaf", der 2007 zum ersten Mal verliehene Preis, der die hohe Anerkennung des Publikums für das Ensemble ausdrückt und denen Respekt zollt, die sich allabendlich auf der Bühne der Kunst verschreiben.

"Nathan go" spielt aushäusig, an mobilen Orten auf Einladung. Hier eine Szene mit Jan Maak in der Titelrolle. Foto: Schauspielhaus/Thomas Rabsch Foto: to

Mehr als das sieht Michael Strahl, Vorsitzender des Freundeskreises, diese Initiative als Ausdruck von Hochachtung und Liebe. In enger Zusammenarbeit mit der Rheinischen Post wurde der "Gustaf" ins Leben gerufen und gemeinsam fortentwickelt. Drei Einzelpreise werden für herausragende schauspielerische Leistungen in der Spielzeit vergeben, der Favorit unter den Männern im Ensemble, die Favoritin unter den Frauen und, egal, ob männlich oder weiblich, der Favorit im Jungen Ensemble. Jeder Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird am Ende der Spielzeit, Mitte Juli, in einer kleinen Gala verliehen.

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"Der Gustaf hat emotionales Potenzial", sagt Strahl. Dem Publikum die Stimmrechte zu übertragen, hält er nach wie vor für eine charmante Idee. Das Publikum habe einen guten Riecher, sagt Strahl. Allein die Laufbahn einer Schauspielerin wie der 2013 mit dem "Gustaf" ausgezeichneten Stefanie Reinsperger beweise das. Im Jungen Schauspielhaus wurde sie oft eingesetzt, unvergessen ihre "Medea". Danach nahm ihre Karriere Fahrt auf, heute ist sie 30 und im Berliner Ensemble nach Stationen in Wien und Salzburg. In den nächsten drei Monaten kann allabendlich in allen Spielorten des Schauspielhauses abgestimmt werden, selbst bei den mobilen Produktionen werden Boxen an den jeweiligen Veranstaltungsstätten stehen und Karten verteilt. Extra auffällige und schöne Wahlurnen haben die Bühnentechniker im Theater dafür gebaut.

Das Mitmachen kann sich gleich mehrfach lohnen: Man ist nicht nur Mitglied der wahrscheinlich wichtigsten Jury in Düsseldorf, sondern man kann ganz tolle Preise gewinnen. Das Schauspielhaus lässt fünf mal zwei Tickets für das Bowie-Musical "Lazarus" springen, außerdem ein Wahl-Abonnement für die nächste Spielzeit. Die Rheinische Post verlost unter den Einsendern der "Gustaf"-Wahl 50 elektronische Zeitungs-Abonnements, ein höchst komfortables Leseangebot, das sechs Monate lang läuft.

(RP)