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Umbau der Einkaufsstraße: Benderstraße: Streit hält an

Umbau der Einkaufsstraße : Benderstraße: Streit hält an

Die Gegner eines Umbaus der Einkaufsstraße fühlen sich von der Werbe- und Interessengemeinschaft nicht vertreten und haben eine neue Unterschriftenaktion gestartet. Sie sehen hinter dem Umbau egoistische Partikularinteressen.

Die Bedenken der Bürgerinitiative "Rettet die Benderstraße" gegen einen Umbau der Einkaufsstraße wird offensichtlich von vielen Gerresheimern geteilt. Bei einer neuen Unterschriftenaktion, die die Initiative vor etwa einer Woche startete, "haben sich bereits knapp 1000 Bürger in Listen eingetragen", sagte Günther Pruchniewski.

Der ehemalige Bezirksvorsteher ist Mitbegründer der Initiative, die das Parken in zweiter Reihe erhalten will. "Andernfalls ist die Existenz vieler Läden bedroht", sagte er. Denn von den 100 Läden an der Benderstraße seien 45 auf Möglichkeiten für kurzes Abstellen der Autos der Kunden angewiesen, weil sie Bäckereien, Metzgereien, Apotheken oder Reinigungen betreiben würden.

Aus diesem Grund wehrt sich die Initiative gegen einen Beschluss für einen Umbau, für den sich die Verwaltungsspitze, die Parteien in der Bezirksvertretung außer der FDP sowie die Werbe- und Interessengemeinschaft Gerresheim (WIG) aussprechen. In einem so genannten Moderationsverfahren hatte ein Ingenieurbüro im Auftrag der Stadt die Situation analysiert und eine Umbaukonzeption vorgestellt, die bei Bürgerversammlungen eine Mehrheit fand. Sie sieht vor, die Gehwege zu verbreitern, damit der Einkaufsbummel bequemer wird. Statt zwei Fahrbahnen pro Richtung soll es nur noch eine überbreite geben, um Radfahrern sicherer zu machen. Die neuen Parkstreifen haben mehr Parkplätze als bisher.

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Diese Konzeption nannte Sönke Willms-Heyng, FDP-Bezirksvertreter und Mitglied der Initiative, aber unausgegoren: "Sie zieht nicht in Betracht, dass das Parken in zweiter Reihe wegfällt. Und sie berücksichtigt nicht die Ladezonen für die Lieferfahrzeuge der Geschäfte, die auf dem Parkstreifen eingerichtet werden müssen." Deshalb sei die Unterschriftenliste wichtig. 2500 Unterschriften strebt die Initiative an. "Die wären nötig für ein stadtteilbezogenes Bürgerbegehren", sagte Willms-Heyng. Jedoch sei die Benderstraße wegen der Stadtbahnlinie ein gesamtstädtisches Projekt.

Mit den Unterschriften wollen die Kaufleute der Benderstraße auch zeigen, dass sie sich nicht von WIG vertreten lassen wollen. "Nur sechs Inhaber von der Benderstraße sind Mitglied der WIG, die sich vor allem um Kölner- und Neusser Tor kümmert", sagt Blumenhändler Klaus Janny von der Benderstraße. Um die Sorgen zu unterstreichen, fordert der Text der Unterschriftenliste, "den gut funktionierenden Teil Gerresheims nicht egoistischen Partikularinteressen zu opfern".

Die Formulierung ist für die Befürworter des Umbaus maßlos übertrieben. "Es kann nicht sein, dass alle Bürger, die anderer Meinung als die Initiative sind, als egoistische Verfechter von Partikularinteressen abgetan werden. Das entspricht nicht einer demokratischen Auseinandersetzung um die beste Lösung", erklärte Bezirksvorsteher Hanno Bremer.

(ila)