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Baumschützer diskutieren mit Oberbürgermeister Geisel über Fällungen

Aktion am Hauptbahnhof in Düsseldorf : Baumschützer diskutieren mit Oberbürgermeister Geisel über Fällungen

Die Aktivisten wollen die Fällung der Platanen vor dem Hauptbahnhof verhindern. Oberbürgermeister Geisel machte ihnen wenig Hoffnung. Mit seinen Verweisen auf die ehrgeizigen Ziele beim Klimaschutz konnte er die Demonstranten aber nicht überzeugen.

Mitglieder der Baumschutzgruppe und der „Fridays for Future“-Bewegung haben am Mittwochnachmittag vor dem Hauptbahnhof gegen die geplante Fällung der 39 Platanen auf dem Vorplatz demonstriert – und mit Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) ihre Argumente ausgetauscht. Geisel machte den Umweltaktivisten wenig Hoffnung, dass die Fällung der Bäume im Zuge der Vorplatzneugestaltung noch verhindert wird. Er verwies aber darauf, dass sich Düsseldorf ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz gesetzt habe.

Der Entwurf für die lange geplante Neugestaltung sieht vor, dass die Bäume auf dem Vorplatz weichen müssen, dafür soll es Neupflanzungen geben. Aus Sicht der Demonstranten ist das kein Ersatz. Sie verwiesen bei der Aktion am Mittwoch – die bewusst auf einen heißen Tag gelegt worden war – unter anderem auf die positiven Effekte der großen Bäume für das Stadtklima. Ihre Forderung: Die Pläne sollen so überarbeitet werden, dass die Bäume stehen bleiben können. Eine entsprechende Online-Petition fand bereits mehr als 2.300 Unterstützer. „Fridays for Future“-Mitorganisator und Grünen-Ratskandidat Lukas Mielczarek hielt Geisel entgegen, dies sei eine Frage von „politischem Gestaltungswillen“.

Dem widersprach Geisel, der darauf verwies, dass es ein Wettbewerbsverfahren mit breiter Bürgerbeteiligung gegeben habe. Die Entscheidung, für die Verbesserung des Vorplatzes die Bäume zu fällen, fuße daher auf einer demokratischen Mehrheit. „Daran bin ich als Stadtoberhaupt gebunden.“ Das sahen die rund 30 Demonstranten anders. Auch Geisels Hinweise auf die Anstrengungen für den Klimaschutz oder die verbesserten Bedingungen für Radfahrer nach der Neugestaltung überzeugten die Demonstranten nicht.

(arl)