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Dormagen: Sponsoren wollen Verein treu bleiben

Dormagen : Sponsoren wollen Verein treu bleiben

Auch ein Etat für Liga 3 will erstmal aufgestellt sein – die Frage ist, ob sich die bisherigen Handball-Sponsoren eine Förderung drittklassigen Sports vorstellen können. Offenbar ist der Gedanke an einen Neustart in der Regionalliga – eng verbunden mit dem TSV Bayer, der noch diese Woche die Spielberechtigung für Liga 3 beantragen muss – keineswegs unattraktiv.

Auch ein Etat für Liga 3 will erstmal aufgestellt sein — die Frage ist, ob sich die bisherigen Handball-Sponsoren eine Förderung drittklassigen Sports vorstellen können. Offenbar ist der Gedanke an einen Neustart in der Regionalliga — eng verbunden mit dem TSV Bayer, der noch diese Woche die Spielberechtigung für Liga 3 beantragen muss — keineswegs unattraktiv.

"Wenn das Ziel Profi-Handball bleibt, kann ich mir einen Umweg dorthin über die Dritte Liga vorstellen", sagt Thomas Kempen von der Rheinland Versicherungsgruppe. "Das Wichtigste ist eine Perspektive für den Nachwuchs, die Jugendarbeit des TSV und das Sportinternat." Er kann sich vorstellen, dass sich die Rheinland Versicherung — wenngleich in geringerem Umfang — auch in Liga 3 engagiert. Noch aber hoffe man auf einen erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens und die Lizenz für die Zweite Liga.

Auch Theodor Siebers, Vorstandsvorsitzender der VR Bank in Dormagen, hält eine Förderung des Drittliga-Handballs für denkbar. Für die VR Bank sei die Förderung des Sports und des TSV als einem der größten Vereine vor Ort entscheidend. Heißt auch: Die Bank will den Verein als Ganzes stützen, also auch Leichtathleten oder Fechter fördern. "Das ist im Profi-Handball anders — da zahle ich als Sponsor quasi Spielergehälter."

Bei der Sparkasse Neuss hat man die jüngste Entwicklung noch nicht bewertet. "Der Klageweg steht noch offen. Wir würden gerne Partner des DHC bleiben und unsere Unterstützung in Liga 2 in gleichem Umfang beibehalten", sagt Sprecher Stephan Meiser. Aber: "Wir werden auch unterhalb der Zweiten Liga nach einer konstruktiven Lösung suchen. Für uns ist auch nicht ausschlaggebend, ob wir eine GmbH oder den TSV fördern."

(NGZ)