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Dormagen: So gut sind Dormagener Hotels

Dormagen : So gut sind Dormagener Hotels

Bewertungen bei Buchungsportalen im Internet werden für Hoteliers immer wichtiger. Die Dormagener Häuser schneiden dabei durchaus gut ab. Und auch die Übernachtungszahlen belegen die Beliebtheit der Hotels.

Sauberkeit, gastronomisches Angebot, die Lage oder zuvorkommender Service — bei Onlinebuchungsportalen wie hotel.de, hrs.de oder booking.com haben Nutzer die Möglichkeit, den Hotels Noten zu geben. Die Skala reicht von null bis zehn, wobei volle Punktzahlen äußerst selten sind. In Dormagen bewegen sich die Noten von einer mediokren 5,6 bis hin zu fast sehr guten 7,9 Punkten. Im Schnitt liegen die Noten aber fast alle um sieben, was mit einem schulischen Gut gleichzusetzen ist.

Die Bedeutung dieser Benotungen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. "Wir haben durch diese Portale ein viel höheres Maß an Transparenz im Markt bekommen", erklärt Thorsten Hellwig, Sprecher der Dehoga Niederrhein. Eine Transparenz, die den Dormagener Hotels gut tut. So lag die durchschnittliche Auslastung der Häuser zwischen Januar und Juni 2012 mit 42,6 Prozent fast fünf Prozent über dem Kreisschnitt. "Die Dormagener Hotellerie macht einen sportlichen Eindruck", urteilte der Fachmann von der Dehoga.

Das bislang gute Geschäftsjahr kann auch Marion Allard vom Hotel Schloss Friedestrom bestätigen: "Wir sind sehr zufrieden, da wir einen erheblichen Umsatzzuwachs verzeichnen können." Was nicht zuletzt an der guten Kundenbewertung liegt. Denn Allards Haus hat mit 7,9 Punkten die beste Bewertung aller Dormagener Hotels erhalten. "Wir freuen uns natürlich über positive Bewertungen, nehmen aber auch die Kritik der Gäste ernst", sagt die Hotelchefin. So werden nach dem Hinweis auf ältere Hotelzimmer nun einige der Zimmer renoviert.

Ganz anders sieht die Bewertungen die Chefin des Hotels Rheinischer Hof. "Ich nehme das ewige Gemäcker eh nicht mehr ernst", sagt Veronika Zimmer, deren Haus mit 5,8 Punkten bei hrs.de einer der schlechtesten Noten erhalten hatte. Trotzdem würden aber immer noch genügend zufriedene Gäste kommen. "Wir haben viele Stammgäste. Die Onlineportale nutzen wir nur, um die restlichen Zimmer zu vermieten", sagt die Chefin des Rheinischen Hofes. Von einigen unfairen Bewertungen kann auch Zeljana Ivandic, Junior-Chefin des Knechtstedener Hofes, berichten. "Generell sind wir aber froh über die Anmerkungen der Gäste, denn dann können wir etwas verändern", sagt Ivandic, deren Haus mit 6,4 bis 7,7 benotet wurde. "Und über positive Benotungen sind wir natürlich auch froh."

Das Problem von unfairen Bewertungen kennt auch der Dehoga-Sprecher. "Pauschale Kritik hilft oft nicht weiter. Manche der Bewerter haben eine Erwartungshaltung, die einem kleinen Drei-Sterne-Haus nicht entspricht." Trotzdem seien die Noten ein gute Gradmesser für die Qualität der Häuser. Und da schneidet Dormagen gut ab.

(NGZ/ac)