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Dormagen: Kita verlässt Provisorium

Dormagen : Kita verlässt Provisorium

Seit knapp einem Jahr spielen die 60 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte St. Aloysius im Provisorium: Das Stürzelberger Pfarrhaus und die Altenstube dienen als Unterkunft während der Sanierung des Familienzentrums.

Wo bis vor einem Jahr ernsthafte Besprechungen von Pfarrgemeindevertretern abgehalten wurden, ertönt nun fröhliches Kinderlachen: Im Stürzelberger Pfarrzentrum ist die Kindertagesstätte St. Aloysius seit Oktober 2011 beheimatet.

Dafür zog die Altenstube aus dem Pfarrheim aus, suchten sich Gymnastik- und Tanzgruppen eine neue Bleibe. Denn die Räume des Familienzentrums an der Himmelgeister Straße werden saniert. Im November ziehen die Erzieherinnen mit ihren Schützlingen zurück in ihre erneuerte Kita.

Im Provisorium neben der katholischen Pfarrkirche haben sich die 60 Mädchen und Jungen gut eingerichtet. "Wir sind hier herzlich aufgenommen worden", schwärmt Bärbel Hart, die Leiterin der Kindertagesstätte St. Aloysius. "So ist die Gemeinde noch näher zusammengerückt, die Kinder haben sich sehr wohl gefühlt."

Auch wenn das Außengelände nicht die gewohnten Ausmaße hatte, konnten die Kinder im Garten spielen — allerdings nie alle gleichzeitig, dafür reichte der Platz nicht aus. Dafür gab es mehrere Ausflüge zum nahen Rhein. Im Pfarrsaal wurde ebenso eine Gruppe untergebracht wie in der Altenstube und in der ersten Etage des Pfarrzentrums in einer Wohnung. "Hier ist alles für die Kinder sehr gut hergerichtet worden, inklusive sanitärer Anlagen und neuer Küchen", erklärt Hart.

Einige der Möbel werden mit zurück ins Familienzentrum ziehen, wo der Betrieb Mitte November wieder aufgenommen werden soll. "Natürlich freuen wir uns über den Rückzug ins rundum erneuerte Familienzentrum", sagt die Kita-Leiterin, die sich für die Bereitschaft der verschiedenen Gruppen der Pfarre St. Aloysius bedankt, vom Pfarrzentrum zum Beispiel ins Schützenhaus auszuweichen.

In den 38 Jahren, in denen Bärbel Hart nun Leiterin des Kindergartens in Stürzelberg ist, hat sich pädagogisch viel verändert. "Wir bereiten die Kinder nun gezielter auf die Schule vor als früher, als vor allem das Spielen im Vordergrund stand." Seit sechs Jahren bietet die Kita ein "Vorschulprogramm", bei dem die "Großen" im Familienzentrum bereits Reime bilden lernen: "Ein Schwein ist nicht gern allein" — oder "Ein Reh stand im Schnee".

Mit Ausflügen fördern die zehn Mitarbeiterinnen zudem die Selbstständigkeit der Kindergartenkinder. Pfarrer Klaus Koltermann und Architekt Gerhard Justenhoven hatten sich für das Provisorium eingesetzt, jetzt ist der Umbau der eigentlichen Kita fast fertig: Die Fassade, das Dach und die Fenster wurden energetisch saniert, dazu zwei Ruheräume für die U3-Betreuung eingerichtet.

(NGZ/rl)