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Dormagen: Neues Strandhaus für den Strabeach

Kreiswerke investieren am Straberger See : Neues Strandhaus für den Strabeach

Eine Summe von rund 1,2 Millionen Euro investieren die Kreiswerke Grevenbroich in das moderne Gebäude mit Umkleiden, Duschen, Toiletten und Wickelraum. Im September soll alles fertig sein.

Die frische Brise unter dem Dachüberstand wirkte aufmunternd und tat den geladenen Gästen sichtlich gut, und auch der Anlass für die Zusammenkunft am Straberger See stand für eine Belebung: Stefan Stelten, Geschäftsführer der Kreiswerke Grevenbroich GmbH, präsentierte dort am Mittwochnachmittag das neue Strandhaus für das Freibad Strabeach.

1,2 Millionen Euro haben die Kreiswerke in das Gebäude investiert, um den Dormagener Badegästen künftig Komfort auf ähnlich hohem Niveau wie auf der ebenfalls von dem Unternehmen betriebenen Anlage am Kaarster See bieten zu können. Auf insgesamt 265 Quadratmetern Nutzfläche und mit 1163 Kubikmetern umbautem Raum bietet die Tochter des Rhein-Kreises den Besuchern in Kürze neue Duschen, Umkleiden, Spinde/Wertfächer und einen Wickelraum an, dazu 13 Toilettenkabinen. Zudem beherbergt der Neubau Kassenraum und Lagerflächen. Geachtet wurde auch auf Barrierefreiheit.

Noch ist nicht alles fertig, vor der Installation des Interieurs muss noch der Beschichter ran. Doch die lange Zeit der Provisorien am Strabi neigt sich auf jeden Fall jetzt dem Ende zu. „Die alten Sanitärcontainer haben ihren Dienst getan, zum Schluss zugegebenermaßen mehr schlecht als recht“, befand Stelten.

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Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der sich wie Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld persönlich ein Bild von dem Strandhaus machte, das voraussichtlich im September fertiggestellt sein wird, bezeichnete den vom Architekturbüro Pacher entworfenen Bau als Bereicherung und als „weiteres Highlight für die Straberg-Nievenheimer Seenplatte“, für das es nun Werbung zu machen gelte. Petrauschke richtete den Blick aber auch bereits in die Zukunft. „Wir sind ein Stück weiter gekommen, aber bei weitem nicht fertig mit unseren Gedanken, die sich m den See ranken“, sagte er in Anspielung auf diverse Pläne zur weiteren Attraktivierung und Nutzung des Geländes.

Stefan Stelten, der sich bei Kreis, Stadt, Aufsichtsrat, Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Architekten und Handwerkern für die gute Zusammenarbeit bedankte, hob Betriebsleiter Daniel Caspers und dessen Einsatz besonders hervor: „Ohne ihn hätten wir dieses Projekt nicht so gut hingekriegt. Er kümmert sich um jedes Detail.“

Denjenigen, die immer noch wild in den nicht bewachten und bewirtschafteten Teilen des Strabi schwimmen gingen, sich dabei in Gefahr brächten sowie grillten und oft jede Menge Abfälle zurückließen, müssten eigentlich angesichts des stetig verbesserten Angebots am Strabeach die Argumente für ihr Tun ausgehen, urteilte Stelten. Denn im Prinzip gebe es keinen Grund mehr, nicht zum Strabeach zu kommen. „Wir bieten hier allen Komfort für einen schönen Badetag“, unterstrich der Geschäftsführer. Und das zum kleinen Preis. Erwachsene zahlen für den ganztägigen Aufenthalt lediglich drei Euro. Für Autofahrer stehen ungefähr 400 Parkplätze am See zur Verfügung.

Landrat Petrauschke hob mit Blick auf die Corona-Pandemie und die damit vor allem in kleineren Schwimmbädern besonders spürbaren Einschränkungen hervor, dass „am Strabi viele Leute gleichzeitig sein“ können und die Abstandsregeln trotzdem eingehalten werden können: „Auf unserer Liegewiese ist noch viel Platz.“

Nichtsdestotrotz sind die Besucherzahlen schon jetzt durchaus vorzeigbar. Laut Kreiswerke-Geschäftsführer Stefan Stelten wurde am Mittwoch am Strabeach die Besucherzahl von bislang 22.000 Gästen erreicht. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist das eine Zahl, die durchaus Anlass zur Zufriedenheit darstellt. Noch besser lief es bislang auf der anderen von den Kreiswerken Grevenbroich betriebenen Anlage: Den Kaarster See nutzten in dieser Saison laut Stelten bislang circa 50.000 Besucher. Macht unterm Strich 72.000 Gäste bisher – ein Erfolg.