1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Andreas Glahn neuer Leiter des Leibniz-Gymnasiums in Dormagen-Hackenbroich

Schule in Dormagen : Andreas Glahn ist neuer Leiter des Leibniz-Gymnasiums

Der 45-Jährige kommt vom städtischen Meerbusch-Gymnasium nach Hackenbroich. Jetzt bereitet Andreas Glahn mit dem Kollegium am „Leibniz“ die Rückkehr zum Präsenzunterricht ab Mittwoch vor.

Am Tag der offenen Tür war er schon vor Ort, beim Abschied seines Vorgängers Herbert Kremer gehörte er auch zu den Gästen: Andreas Glahn hat bereits „Leibniz-Luft“ geschnuppert, ehe er am Montag vergangener Woche seinen ersten offiziellen Arbeitstag an dem Gymnasium in Hackenbroich hatte. Die erste Woche hatte es in sich, von einem langsamen Ankommen keine Spur: „Es war spannend und herausfordernd“, sagt der 45-Jährige, und meint damit die intensive Vorbereitung des Kollegiums auf den Präsenzunterricht, den es ab Mittwoch in der Corona-Pandemie geben wird.

„Der Infektionsschutz hat oberste Priorität“, sagt Glahn und weist auf die Gespräche, Sitzungen und Arbeiten hin, die gewährleisten sollen, dass im neuen Schuljahr alles gut gehen wird für die Lehrer und die rund 960 Schüler. In der vergangenen Woche kamen Vertreter der Bezirksregierung vorbei, ebenso Bürgermeister Erik Lierenfeld. Dabei ging es auch um die Begrüßung des Neuen, aber nicht nur: Bei einem Rundgang durch die Schule wurde über Schwachstellen und über Verbesserungsmöglichkeiten gesprochen.

Eine wird zum Schulstart kommen und die Schüler freuen: Die Fenster der Sonnenseite zugewandten Klassenräume erhalten eine UV-Schutzfolie, um so endlich die Temperaturen in den Räumen auf ein erträgliches Maß zu drücken. Vorangetrieben wurde in den Ferien die Digitalisierung. So hat sich die interne Arbeitsgruppe auch um Fortbildungen für die Lehrerkollegen gekümmert. Die Lernplattform Logineo wurde installiert und soll jetzt für Lehrer und Schüler zur Verfügung stehen.

Andreas Glahn ist ein Nordlicht. Er ist in Aurich geboren und baute auch dort sein Abitur. „Wenn man in Aurich lebt und studieren will, muss man seine Heimat verlassen“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Das tat er auch und zog nach Münster, um dort Mathematik und Sozialwissenschaften zu studieren. An der Uni gab es für Glahn dann eine ganz besondere Möglichkeit, die auch sein Privatleben maßgeblich beeinflussen sollte.

Mit einem Stipendium in der Tasche ging er für ein Jahr an eine internationale Uni in Tokio. Dort lernte er nicht nur japanisch sprechen, sondern vor allem seine künftige Ehefrau kennen, die heute in einem japanischen Logistikkonzern in Düsseldorf arbeitet. Das Paar zog nach Düsseldorf, weil es dort eine breite japanische Community gibt, und später nach Kaarst. Zu Hause ist die Küche, so sagt er, nicht rein japanisch, sondern international. Die zwölf Jahre alte Tochter wächst zweisprachig auf.

Glahn unterrichtete unter anderem am Albert-Einstein-Gymnasium und eben am Meerbusch-Gymnasium. In diese Zeit fielen auch die drei Jahre „Abordnung“ ins Schulministerium, um sich dort mit Themenbereichen wie Schulrecht oder Schulmanagement vertraut zu machen. „Danach war für mich klar, dass ich gerne mehr Verantwortung an einer Schule übernehmen möchte“, sagt er. Das tat er zunächst in Meerbusch als Konrektor und nun als Chef am Leibniz-Gymnasium.

Von seiner neuen Arbeitsstätte hält er (natürlich) viel: „Die Stimmung unter den Kollegen ist gut, hier passiert eine ganze Menge“, sagt Glahn. Ihn beeindruckt die Kooperation mit dem BvA-Gymnasium und der Gesamtschule, woraus unter anderem die Möglichkeit entstanden ist, in Informatik  oder Chemie Leistungskurse anzubieten. „Es gibt hier viele Arbeitsgemeinschaften und Projekte, die Schule lebt ihr Motto ,Vielfalt’“.