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City-Offensive sorgt  für mehr Barrierefreiheit in Dormagens City

Werbegemeinschaft Dormagen : City-Offensive sorgt  für mehr Barrierefreiheit in der Innenstadt

Wer das Sporthaus Röhrich besuchen will, um sich für den bevorstehenden Winterurlaub einzudecken, aber in seiner Mobilität eingeschränkt ist, für den ist es ab sofort leichter, das Fachgeschäft zu erreichen: Am Freitag hefteten Markus Hartig sowie Andreas Zöller und Guido Schenk einen Aufkleber an das Schaufenster, auf dem eine Klingel befestigt ist.

„Es ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Barrierefreiheit in der Innenstadt“, sagte Schenk, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City-Offensive Dormagen (CiDo). Für den Geschäftsführer des Sporthauses, Hartig, war es ein schöner Moment, als erstes Geschäft in der City mit dieser Hilfeklingel ausgestattet zu werden.

„Kunden, die im Rollstuhl sitzen, aber auch Mütter mit Kinderwagen, die Probleme haben, in einen Laden zu gelangen, können per Klingeldruck Mitarbeiter auf sich aufmerksam machen“, erklärt Andreas Zöller, der sich bei der CiDo um dieses Projekt kümmert. 50 Schilder samt Hilfeklingeln hat die CiDo besorgt. „Für Mitglieder sind die kostenlos“, sagt Zöller. „Bei Nicht-Mitgliedern müssen wir einen Unkostenbeitrag in Höhe von 50 Euro erheben.“ Die beiden CiDo-Vorstandsmitglieder sind sehr zuversichtlich, dass dieses kleine Barrierefreiheits-Projekt gut ankommt und genutzt wird. „Wir haben schon weitere Anfragen.“ Initiator, so Guido Schenk, dieser Hilfeklingel war übrigens der Geschäftsführer der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen, Klaus Schmitz, der diese Idee in einer anderen Stadt gesehen hatte. Unterstützt wird das Projekt zudem vom Stadtmarketing. Beim Thema Barrierefreiheit will die CiDo nicht nachlassen und sich massiv für die Einrichtung eines Aufzugs an der Treppenanlage Unter den Hecken einsetzen, „einem wichtigen, zentralen Durchgang zur Kölner Straße“, betont Schenk.

Der freut sich, dass er am Freitag mit Sporthaus Röhrich gleich einen weiteren Laden dafür gewinnen konnte, einen Router aufzustellen, um so kostenloses Internet per Freifunk flächendeckend in der Innenstadt zu ermöglichen. Zuvor hatten das schon die Dormagener Rathaus-Apotheke, das Schuhaus Zöller und die City-Buchhandlung getan.