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Dormagener evd springt für insolventen Energieversorger ein

Keine Engpässe für Geschäftskunden : EVD springt für insolventen Energieversorger ein

Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass das Energieunternehmen Deutsche Energie GmbH (DEG) mit Sitz im baden-württembergischen Erlenbach seine Kunden nicht mehr beliefern kann, gab es kurz danach für betroffene Unternehmen in Dormagen Entwarnung.

Sie stünden trotz der Probleme ihres bisherigen Gas- und Stromlieferanten nicht ohne Versorgung da, teilte die Energieversorgung Dormagen (evd) bereits am Mittag in einer Presseinformation mit. Die evd werde als Gas- und Stromlieferant für Dormagener Geschäftskunden in die Bresche springen, sofern diese dies wünschten, hieß es. „Für sie übernehmen wir ab Samstag, 22. Dezember, die Versorgung“, kündigte Ivan Ardines an, Leiter des Energievertriebs bei der evd. „Als lokaler Versorger vor Ort fangen wir die Kunden auf, die sonst so kurz vor Weihnachten ohne Strom oder Gas dastehen würden“, so Ardines weiter. Die evd hatte Stand Freitagmittag 30 entsprechende Angebote unterbreitet.

Selbstverständlich könnten die Unternehmen auch jeden anderen Anbieter wählen, ergänzte evd-Sprecherin Carina Backhaus auf Anfrage unserer Redaktion. Ansonsten fallen Firmen- und Privatkunden bei Insolvenz automatisch in die Grundversorgung ihres örtlichen Anbieters. Es sei nicht das erste Mal, dass ein sogenannter Discountanbieter in die Insolvenz gehe. Für die betroffenen Kunden bedeute das immer große Verunsicherung, urteilte die evd.

Von dem Lieferstopp der Deutschen Energie GmbH, die auf ihrer Internetseite einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens als unausweichlich bezeichnete, sind nach deren Angaben in Deutschland rund 50.000 Gas- und Stromkunden betroffen. Darunter sind eben auch einige Dormagener Unternehmen. Die DEG hat in der Bundesrepublik etwa 100 Mitarbeiter. Zuletzt habe die Firma einen Umsatz von 800 Millionen Euro gemacht, berichtete die Deutsche Presse-Agentur. Zu den Kunden der DEG gehöre auch der Deutsche Bundestag, schrieb die dpa und bezog sich auf Informationen der „Heilbronner Stimme“.