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Wuppertal-Langerfeld: Explosion in Mehrfamilienhaus

Ursache bislang unklar : Fünf Verletzte nach Explosion in Mehrfamilienhaus in Wuppertal

Explosion in Mehrfamilienhaus in Wuppertal - fünf Verletzte

Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Wuppertal sind in der Nacht zu Sonntag fünf Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Am Morgen stürzte ein weiterer Teil des Hauses ein. Helfer schickten Suchhunde in die Trümmer.

Am Brandort im Wuppertaler Stadtteil Langerfeld bietet sich ein Bild der Zerstörung: Ein großer Teil des Hauses mit drei Etagen und einem Dachgeschoss ist regelrecht weggesprengt. Aus den Trümmern steigen auch am Sonntagmorgen noch Rauchschwaden auf. Ein von Hausteilen getroffenes Auto steht als Totalschaden auf der Straße. Fünf Menschen sind bei der Explosion und dem anschließenden Brand verletzt worden, drei davon schwer, sagt Feuerwehrsprecher Tim Luhmann unserer Redaktion.

Warum es zu der schweren Explosion kam, ist am Sonntagmittag noch unklar. „Eine manipulierte Gasleitung oder ein technischer Defekt sind etwa möglich“, sagte Polizeisprecher Stefan Weiand. Gerüchte, wonach ein Bewohner selbst die Explosion ausgelöst haben könnte, wollte die Polizei nicht kommentieren.

Die Bewohner des Hauses, die nicht verletzt wurden, sind inzwischen alle bei Familie oder Freunden untergekommen.

Weitere Opfer werden seit Sonntagmittag nicht mehr befürchtet. „Ein Abgleich mit Aussagen der Bewohner, die sich haben retten können, hat ergeben, dass niemand mehr im Haus war“, sagt ein Sprecher der Rettungskräfte. Auch Suchhunde waren in die Überreste der Etagen gebracht worden, um Überlebende zu finden. Am Sonntagmorgen war ein weiterer Teil des Hauses eingestürzt. Die Ruine war nicht begehbar. Helfer vom Technischen Hilfswerk sicherten die Unglücksstelle. Eine Fachfirma bereitet inzwischen das Gebäude für den Abriss vor. Wie viele Menschen in dem Wohnhaus gemeldet waren, wurde zunächst nicht bekannt.

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Bewohner riefen aus Fenstern um Hilfe

Kurz vor Mitternacht hatte ein gewaltiger Knall die Menschen der Lenneper Straße aus dem Schlaf gerissen. Die Flammen loderten nach der Explosion in mehreren Etagen. Etliche Bewohner - auch der Nachbarhäuser - rannten ins Freie. Andere waren vom Fluchtweg durchs Treppenhaus abgeschnitten und riefen aus den Fenstern um Hilfe. Die Retter brachten die eingeschlossenen Menschen über Drehleitern in Sicherheit. Die Brandmauer zum direkten Nachbarhaus schien der Detonation standgehalten zu haben.

Die Feuerwehr fuhr in der Nacht zum Sonntag mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle. Insgesamt waren 200 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und Hilfsdiensten im Einsatz. Die Einsatzleiter lotsten immer wieder Verstärkung zu dem brennenden Gebäude.

Zunächst hatten die Einsatzkräfte erklärt, 24 Menschen seien verletzt worden, darunter seien mehrere Schwerverletzte. Die Zahl der Verletzten wurde inzwischen auf fünf korrigiert.

(mro/top/dpa)