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Burger King in NRW: Kunden bedauern Aus für Filialen

NRW : Viele Kunden bedauern Aus für Burger-King-Filialen

Nachdem Burger King seinem größten Franchisenehmer gekündigt hat, bedeutet das für 89 Filialen, zahlreiche davon in der Region, zunächst das Aus. Kunden in Leverkusen, Mönchengladbach und Krefeld kritisieren in den sozialen Netzwerken zwar die Machenschaften - bedauern aber oft auch eine mögliche Schließung.

Ende der Gnadenfrist: Nach dem Wirbel um abgelaufene Lebensmittel, schlechte Hygiene und miese Arbeitsbedingungen gibt die Fast-Food-Kette Burger King ihrem größten deutschen Lizenznehmer endgültig den Laufpass.

Auch die beiden Burger-King-Filialen in Leverkusen-Opladen und Schlebusch-Süd sind von den Schließungen betroffen. Die Nachricht sorgte im Netz bei Fast-Food-Fans für Trauerstimmung. Maximilian Ott kommentierte auf Facebook: "Traurigster Tag meines Lebens." Lukas Richter adressierte an einen Freund: "Wir werden verhungern." Für Luca Vossenberg endet mit der Schließung von Burger King "eine Ära", wie er auf in dem sozialen Netzwerk schrieb.

Unter dem Artikel auf RP Online sah die Stimmung eher gegensätzlich aus. Hier waren viele Leser froh, dass die Fast-Food-Kette in Leverkusen dicht macht. So kommentierte ein User mit dem Namen TW11LVE: "Abreißen. Es gibt eh schon zu viele von diesen Läden und die Qualität entspricht ja schon lange nicht mehr den Vorgaben (kalt, zusammengeschmissen, Zutaten fehlen). Und reproduzierbare Qualität wäre ja gerade die Stärke der Systemgastronomie, aber genau da versagen viele Filialen. Da müssen mal öfter versteckte Kontrollen von der Zentrale kommen, dann haben sich auch die Hygiene-Probleme schnell erledigt. Die Reaktion von Burger King ist krass, aber ich denke mal die machen das, bevor noch größerer Schaden für die Marke angerichtet wird."

Was aus den Burger-King-Filialen in Leverkusen wird, ist noch nicht klar. Die Yi-Ko Holding hat aber angeordnet, dass die Restaurants geöffnet bleiben sollen, bis keine Ware mehr da ist.

In Mönchengladbach sind die Facebook-Nutzer uneins, ob das Aus für alle drei Burger King-Filialen in der Stadt positiv oder negativ ist. Es gibt viele, die die Schließungen bedauern, aber ebenso viele, die sie für den richtigen Schritt halten. Aus dem Kommentar von Facebook-Nutzerin Denise Clk spricht pure Verzweiflung, wenn sie schreibt: "Nie wieder Long Chicken? Nie wieder Chicken Nugget Burger? Das könnt ihr doch nicht machen!"

Andere halten es für den richtigen Schritt von Burger King, sich von dem problembehafteten Franchise-Nehmer Yi-Ko-Holding zu trennen. Boris Frentzen schreibt auf Facebook: "Die werden mit Sicherheit von einem anderen übernommen und weiterbetrieben! Gutes Zeichen von BK!" Facebook-Nutzer Achim Steinar scheint recht egal zu sein, was mit Burger King passiert: "Sollen sie halt dicht machen...ich koch lieber selbst!".

Wieder andere machen sich Gedanken um die Zukunft der Mitarbeiter in den Filialen, die geschlossen werden sollen. Und dann gibt es noch eine grundlegende Frage, die heiß diskutiert wird: McDonalds oder Burger King?

In Krefeld soll der Burger King an der Gladbacher Straße schließen. Die Mehrheit der Facebook-Nutzer findet das gut. Allerdings machen sich einige Gedanken um die Zukunft der Mitarbeiter der Filiale, wie zum Beispiel Birgit Jahrke: "Außer für die Mitarbeiter ist die Schließung der BK Filialen eher Segen, als Drama. Ich war einmal in Berlin und einmal in Hamburg bei BK und habe beide Male aufs Sattwerden verzichtet." Die Krefelder Burger King Fans werden in Zukunft wohl auf Filialen im Umkreis ausweichen und geben sich gegenseitig Tipps: "In Tönisvorst ist doch noch einer, der ist sowieso besser!", schreibt Patrick Krajnc auf Facebook.

Hier geht es zur Infostrecke: Netz-Reaktionen: Leverkusener trauern um Burger King

(rpo)