Nach Unwetter nicht erreichbar: Hannelore Kraft verteidigt sich in "Funkloch-Debatte"

Nach Unwetter nicht erreichbar: Hannelore Kraft verteidigt sich in "Funkloch-Debatte"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) verteidigt sich gegen Vorwürfe der Opposition, sie sei im Urlaub wochenlang auf Tauchstation und nicht erreichbar. Die CDU im Landttag hatte zu em Thema eine Anfrage gestellt.

Kraft antwortete den Christdemokraten: "Die Erreichbarkeit und Handlungsfähigkeit der Landesregierung ist jederzeit gewährleistet." Dazu gehörten Vertretungsregelungen, die der Vertraulichkeit unterlägen, heißt es in der am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten Vorlage.

Unter dem Titel "Ministerpräsidentin nicht auf Empfang?" hatte der CDU-Abgeordnete Thomas Sternberg gefragt, wann Kraft über das schwere Unwetter am 28. Juli im Raum Münster informiert worden sei. Kraft war kritisiert worden, weil sie Münster erst einen Monat nach dem Starkregen besucht hatte. Bei dem Unwetter waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Allein an öffentlichen Gebäuden waren Schäden in Höhe von rund 30 Millionen Euro entstanden.

Kraft hatte sich im Interview geäussert

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In einem Interview hatte Kraft dazu gesagt: "Ich war in Brandenburg auf einem Schiff und hatte eine Woche keinen Empfang." Daraufhin hatte es kritische Kommentare aus Opposition und Medien gehagelt, die fragten, wie es denn sein könne, dass die Ministerpräsidentin eines so großen und bedeutenden Bundeslandes so lange nicht erreichbar sei.

Tatsächlich sei sie bereits am Tag nach dem Unwetter telefonisch vom Innenminister informiert worden, stellte Kraft in ihrer Antwort richtig. "Er erreichte mich wegen der Funklöcher vor Ort erst nach mehreren Versuchen." Stundenlang habe sie gar kein Netz und außerdem keinen Fernseher an Bord gehabt. Münsters Oberbürgermeister habe aber mit dem Innenminister verabredet, zu telefonieren, wenn sich Handlungsbedarf ergebe.

(lnw)
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