Münster: Unwetter-Hilfe: Ansturm und Tumulte am Sozialamt

Münster : Unwetter-Hilfe: Ansturm und Tumulte am Sozialamt

Die Stadt Münster hat den von Unwetter-Schäden betroffenen Bürgern 1380 Euro Nothilfe versprochen. Am Dienstag löste das einen Ansturm auf das Sozialamt aus. Hunderte Menschen drängelten sich vor dem Eingang. Die Polizei musste einschreiten.

Eine Woche nach den Rekord-Regenfällen mit zwei Toten in Münster kam es am Dienstag bei der Auszahlung von Soforthilfe an Betroffene zu Tumulten. Hunderte Menschen standen vor dem Amt, um ihr Geld zu bekommen. Es kam zu Drängeleien und wütenden Sprechchören. Mitarbeiter der Stadt versuchten zunächst vergeblich, die Menge zu beruhigen. Nach Angaben der Polizei mussten mehrere Streifenwagenbesatzungen eingreifen, um den Ansturm Geschädigter vor dem Sozialamt zu stoppen.

Nach Angaben einer Stadtsprecherin waren bis Montagabend von Stadt und Jobcenter bereits über 1000 Anträge bewilligt worden. "Die Schlange vor dem Sozialamt war so lang, dass wir irgendwann die Tür schließen mussten. Das hat für Unruhe gesorgt", bestätigte die Stadt.

Die Soforthilfe können nach Auskunft der Stadt Menschen erhalten, die keine Versicherung gegen die Hochwasserschäden abgeschlossen haben und gleichzeitig die Notsituation nicht aus eigenen Mitteln bewältigen können. Da es keine zeitliche Befristung für die Auszahlung gibt, appelliert die Stadt an die Betroffenen, mit dem Antrag auf die nächsten Tage auszuweichen. Am Mittwoch macht sich Nordrhein-Westfalens Städtebauminister Michael Groschek (SPD) ein Bild von den Hochwasserschäden im am stärksten betroffenen Stadtteil Kinderhaus.

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