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NRW-CDU: Isabelle Fischer spricht für Parteichef Laschet

NRW-CDU : Isabelle Fischer spricht für Parteichef Laschet

Das politische Ziel von Armin Laschet ist mit einer Zahl umschrieben: 2017. In zweieinhalb Jahren will der CDU-Landeschef NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aus dem Amt jagen und selbst die Regierungsgeschäfte übernehmen. Auf dem Weg dorthin braucht er ein kompetentes Team.

Zum Erfolg soll auch die neue Parteisprecherin Isabelle Fischer beitragen, die am 1. Oktober ihren Dienst in der CDU-Zentrale an der Düsseldorfer Wasserstraße antritt. Ihre Hauptaufgabe wird sein, die CDU-Politik nach außen hin zu "verkaufen".

Die gebürtige Düsseldorferin (Jahrgang 1979) ist in Kaarst (Kreis Neuss) aufgewachsen, hat dort Abitur gemacht und anschließend in Bonn Jura studiert. Kommunikation scheint schon immer ihre Stärke gewesen zu sein: 2006 wurde sie Europameisterin im Hochschuldebattieren über politische und gesellschaftliche Themen im nicht-muttersprachlichen Bereich. Ihre Sprachkenntnisse hat sie als Schülerin bei einem einjährigen Aufenthalt in Texas erworben ("da habe ich viel Selbstbewusstsein getankt").

Drei Jahre lang arbeitete sie für die Kreisau-Initiative, die mit polnischen Einrichtungen Jugend- und Begegnungsprojekte anbietet. Seit 2010 ist Fischer bei einem Berliner Kommunikationsunternehmen beschäftigt.

Politisch war sie schon früh "unterwegs"; als Achtjährige schrieb sie dem Kaarster Bürgermeister einen Protestbrief wegen einer für Kinder gefährlichen Straße - und hatte Erfolg. Sie schloss sich der Jungen Union an und war an den Wahlkämpfen des Bundestagsabgeordneten Günter Krings (2002) und des Landtagspolitikers Lutz Lienenkämper (2005) beteiligt. Als die Anfrage aus der Wasserstraße kam, habe sie nach einer schlaflosen Nacht zugesagt, berichtet die junge Frau, die verheiratet ist - und 2017 Regierungssprecherin werden könnte? Sie lacht: "Erst müssen wir die Wahlen gewinnen. Da liegt noch viel Arbeit vor uns."

(RP)