Star Wars 9: "Der Aufstieg Skywalkers" mit einem düsteren Ende?

„Star Wars Episode IX“ : „Der Aufstieg Skywalkers“ mit großer Überraschung?

In knapp zwei Wochen kommt der nächste Krieg-der-Sterne-Film ins Kino. In der Gerüchteküche brodelt es. Und natürlich haben wir unsere eigene Theorie.

Wenn am 18. Dezember mit „Der Aufstieg Skywalkers“ der letzte Teil der neuen Star-Wars-Trilogie ins Kino kommt, soll es ein Abschluss sein – der großen Geschichte, die 1977 begann. Und in ihr ging es immer um das Verhältnis der Skywalkers zum Imperator. Der wird auch im neuen Film eine entscheidende Rolle spielen. Aber wie und in welcher Form? Und ist der kurze Schnipsel real, in dem wir Rey als dunklen Sith-Lord sehen? Vielleicht ist das Teil einer Vision, möglicherweise aber wurde das auch nur für TV-Spots und Teaser gedreht. Oder wird Disney die Heldin tatsächlich zu einer tragischen Figur machen? Das hat der Mickey-Mouse-Konzern schon einmal bei „Rogue One“ getan. Da hat man alle überrascht, als man die Hauptfiguren sterben ließ. Doch wie weit wird man nun gehen? Reys Darstellerin Daisy Ridley zumindest hat gesagt, dass der „Aufstieg Skywalkers“ düster werden würde. Wir glauben das jetzt einfach und begeben uns in das Reich der Vermutungen und Spekulationen.

Fasst man alle Teaser, TV-Spots, Trailer zusammen, fällt eins auf: Rey trainiert. Sie trainiert hart und fast schon besessen. Zudem trägt sie eine Art Verband um ihren rechten Oberarm. Wir denken, das hängt zusammen. Eins zieht sich durchs Star-Wars-Kino-Universum: Jemand verliert ein Körperteil. Sei es Count Dooku, Anakin Skywalker, später Darth Vader oder auch C-3PO. Bislang hält sich die neue Trilogie da etwas zurück. In „Aufstieg Skywalkers“ gehen wir indes davon aus, dass Rey einen Arm verliert. Der „Verband“ soll nur die Verbindung zur Prothese kaschieren, die eher provisorisch ist. Wir vermuten auch, dass es im Kampf gegen die „Knights of Ren“ passieren wird. Von denen haben wir bislang nur gehört. Im neuen Film werden sie aber tatsächlich auftreten und vermutlich wie eine Urgewalt über den Widerstand einbrechen.

Die Niederlage, bei der dann vielleicht auch Leia stirbt, zeigt Rey ihre Grenzen auf. War sie bislang ein Naturtalent, dem alles gelingt, versagt sie nun. Und das führt dazu, dass sie härter trainiert. Noch wichtiger aber: Es löst Angst bei ihr aus. Die Furcht zu verlieren, unterlegen zu sein, zu sterben und ihre Freunde im Stich zu lassen. Und in der weit entfernten Galaxie vor langer, langer Zeit ist Furcht immer der Pfad zur Dunklen Seite der Macht.

Zumal eine Robot-Prothese bei Star Wars ein Zeichen beginnender Entmenschlichung ist: Als Anakin einen Arm verliert, geht er damit einen weiteren Schritt in Richtung des Imperators Palpatine. Lukes Prothese macht ihm seinem Vater Dath Vader ähnlicher. Und auch Rey wird durch diese Erfahrung und der daraus folgenden Verbissenheit anfällig werden – für die Macht der Dunklen Seite und den Einflüsterungen Palpatines.

Warum verliert sie den Arm nicht im Kampf gegen Kylo Ren? Weil wir denken, dass die beiden im Laufe des Films zusammenarbeiten werden. Beide werden der Spur des Imperators folgen. Beide werden vielleicht nach Visionen das gleiche Ziel haben: Rey folgt der Stimme Luke Skywalkers – und Kylo der seines Großvaters Anakin. Gerade diese Begegnung und der Tod seiner Mutter Leia könnten ihn wieder auf den Pfad der „Hellen Seite“ führen. Denn wir gehen davon aus, dass der Filmtitel nicht Rey meint, sondern den letzten lebenden Skywalker: Kylo Ren.

Und was ist dann mit der jungen Heldin, der wir seit „Erwachen der Macht“ folgen? Auf Ahch-To sieht sie in „Die letzten Jedi“ sich selbst, als sie in der Spiegelhöhle herausfinden möchte, wer ihre Eltern waren. Sie seien „Nobodies“ gewesen, sagt Kylo Ren zu ihr. Wir vermuten darum: Rey wurde gentechnisch in einem Labor geschaffen. Ihre Eltern sind tatsächlich „Nobodies“, weil es außer ein paar Wissenschaftlern niemanden gibt. Auf Reys Heimat Jaaku existierte dafür bis zur Schlacht zwischen den Rebellen und dem Imperium eine Forschungsanlage des Imperators. Woran man dort gearbeitet haben, wissen wir nicht. Aber möglicherweise hat man Wesen geschaffen, um den Geist Palpatines aufzunehmen? Als Rückversicherung für den Sith-Lord. Eventuell war Snoke nur ein misslungenes Experiment, das trotz bester Voraussetzungen dazu nicht in der Lage war. Das würde seine Narben, seine Deformationen und seine Fähigkeiten erklären – die indes bei Weitem nicht so ausgeprägt waren, wie er vorgegeben hat. Es war nur ein Schatten der Macht des Imperators. So wie die „Erste Ordnung“ nur ein Abklatsch des einstigen Imperiums ist ohne qualifizierte militärische Führung oder einer funktionierenden Struktur zur Verwaltung eines Reichs.

Rey dagegen ist möglicherweise die geeignete Kandidatin, um Palpatines Fortleben zu sichern. Das passende „Gefäß“ für seinen Geist. Erst recht, wenn sie schrittweise der Dunklen Seite verfällt – getrieben von Angst. Sie wäre nicht die Erste im „Krieg der Sterne“. Anakin fürchtete um das Leben seiner Mutter Shmi, später dann um das Leben seiner Frau Padmé – und wurde so Schritt für Schritt zu Darth Vader. Ein Wesen, das seine Existenz nur durch Maschinen sichern kann. Gefangen in einem Anzug, der kaum Menschliches hat. Er ist auch ein Symbol, wozu die Sith getrieben werden. Aus Angst vor der Vergänglichkeit. Im Gegensatz dazu haben die Jedi Obi-Wan Kenobi, Yoda und Luke in den Filmen ihr Ende stoisch und gelassen akzeptiert. Sie klammern sich nicht bedingungslos an das Leben. Vielleicht ist das sogar einer der größten Unterschiede in den Lehren der Sith und Jedi: der Umgang mit dem Tod.

Wird Rey auch dazu bereit sein? Wir denken nicht. Und so wird sie immer mehr in den düsteren Sog Palpatines geraten. Unsere Vermutung: Am Ende wird es Kylo Ren sein, der bereit sein wird, sich zu opfern. Er wird die Dunkle Seite hinter sich lassen und seinen Tod akzeptieren. Und der Imperator wird das erst viel zu spät erkennen. Kylo konnte seine Absichten in „Die letzten Jedi“ auch vor Snoke verbergen. Zumal die Skywalkers an sich ein Art blinder Fleck in der Wahrnehmung Palpatines sind: In „Rückkehr der Jedi-Ritter“ sagt Darth Vader, dass er die Anwesenheit Luke Skywalkers spüre. Der Imperator regiert darauf irritiert, weil er nichts dergleichen fühlen würde.

Kylo Rens Opferbereitschaft wird Rey für einen Moment dem Griff Palpatines entreißen, damit sie ihn endgültig vernichten kann. Auch wenn es ihr Leben kostet. Wir erinnern uns wieder an „Rückkehr der Jedi-Ritter“: Als Luke an Bord des Todessterns sich weigert, seinen Vater zu töten, möchte Palpatine ihn zerstören. Das ist der Moment, als der Imperator überrascht wird: Darth Vader widersetzt sich ihm. Er akzeptiert in der Tradition der Jedi seinen Tod und rettet dadurch seinen Sohn. Wir denken, dass Rey ein ähnliches Schicksal erwarten wird. Sie wird sterben und so das Ende des Imperators endgültig zu besiegeln. Kylo Ren dagegen wird als Ben Solo einen neuen Orden gründen. Der wird den Namen Skywalker tragen. Und er wird weder Jedi noch Sith sein, sondern beide Lehren vereinen.

(RP)
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