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Börse im Aufwind: Dow Jones setzt längste Gewinnserie seit 1996 fort

Börse im Aufwind : Dow Jones setzt längste Gewinnserie seit 1996 fort

Der Dow Jones Industrial hat die längste Gewinnserie seit 1996 fortgesetzt und am Donnerstag abermals ein Rekordhoch markiert. Dank erneut positiver Signale vom Arbeitsmarkt stieg der US-Leitindex letztlich um 0,58 Prozent auf 14 539,14 Punkte. Auch der japanische Nikkei klettert weiter.

Er schloss damit an seinem zehnten Plustag in Folge nur einen Hauch unter seiner neuen Rekordmarke. Auf Schlusskursbasis erreichte der marktbreite S&P-500-Index mit plus 0,56 Prozent bei 1563,23 Punkten den höchsten Stand seit Oktober 2007.

An der technologielastigen Nasdaq Börse kletterte der Composite-Index um 0,43 Prozent auf 3258,93 Punkte und damit das höchste Niveau seit November 2000. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,31 Prozent auf 2807,30 Punkte.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA waren in der vergangenen Woche unerwartet weiter gesunken. Einem Börsianer zufolge passen Markttechnik und fundamentale Nachrichten momentan so gut zusammen, dass die Rally sich durchaus noch fortsetzen könnte. Durch die Serie neuer Hochs würden an der Seitenlinie wartende Anleger zudem immer wieder gezwungen, ihre Entscheidung zu überdenken, erklärte ein anderer.

Angeführt wurde der Dow von Hewlett-Packard (HP) mit plus 2,86 Prozent. Dicht dahinter baute IBM die jüngste Rally um 1,76 Prozent aus und markierte wie der Dow einen Rekord. Für Home Depot ging es dagegen um 0,73 Prozent nach unten an das Indexende.

Amazon verliert deutlich

Amazon waren nach einer Abstufung durch JPMorgan mit minus 3,42 Prozent zweitschwächster Wert im Nasdaq 100. Der Online-Händler bringt derweil nun auch die größere Version seines Tablet-Computers Kindle Fire HD nach Deutschland. Das Gerät mit einem 8,9-Zoll-Bildschirm (22,6 cm) sei ab sofort online sowie bei Handelspartnern wie Media-Markt, Saturn oder Expert verfügbar, hatte das Unternehmen am Mittwochabend mitgeteilt. Ebay gehörten nach einer positiven Studie von Evercore indes mit plus 1,61 Prozent zu den Favoriten.

Zuletzt schwache Apple erholten sich gestützt auf einen positiven Analystenkommentar leicht um 0,95 Prozent. Dabei stellt der südkoreanische Rivale Samsung in New York ein neues Handy der Galaxy-Reihe vor. Im Hause Apple wird die Konkurrenz ziemlich ernst genommen: So zog Apple-Marketing-Chef Phil Schiller kurz vor der Präsentation des Geräts vor die Presse, um für das iPhone zu werben. Das Apple-Smartphone biete Nutzern ein besseres Erlebnis als Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android, erklärte Schiller dem "Wall Street Journal". Auch das neue Samsung-Modell läuft mit Android.

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Der Euro hat die Marke von 1,30 US-Dollar knapp zurückerobert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3005 Dollar. Richtungsweisende zehnjährige Anleihen gaben 5/32 Punkte nach auf 99 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,039 Prozent.

Nikkei weiter auf Rekordjagd

Auch die Börse in Tokio hat am Freitag in Erwartung einer künftig noch expansiveren Geldpolitik der Bank von Japan fest geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte kletterte auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren. Zum Handelsende notierte der Index einen kräftigen Aufschlag von 179,76 Punkten oder 1,45 Prozent auf den Stand von 12 560,95 Punkten. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 13,48 Punkte oder 1,30 Prozent auf den Schlussstand von 1051,65 Zähler. Zuvor hatte das japanische Parlament Haruhiko Kuroda als neuen Notenbankchef bestätigt. Kuroda ist ein Verfechter einer aggressiven Lockerung der Geldpolitik.

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(dpa/felt)