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Ex-Gladbach-Trainer Jos Luhukay soll VVV Venlo zurück in die Eredivisie führen

Borussias Ex-Trainer : Abstieg – nun hat Luhuay einen neuen Auftrag in Venlo

Jos Luhukay sollte VVV Venlo retten. Doch der frühere Trainer von Borussia Mönchengladbach konnte den Gang in die zweite niederländische Liga nicht abwenden. Nun soll er den Klub zurück in die Eredivisie führen.

Ende Januar 2007 sprang Jos Luhukay als bisheriger Co-Trainer für seinen zurückgetretenen Chef Jupp Heynckes ein, doch er konnte Borussias zweiten Abstieg nicht verhindern. Auch 14 Jahre später ist Luhukay mit einer Rettungsmission gescheitert.

Mitte März hatte der Venloer den Klub seiner Heimatstadt, VVV, übernommen, mit dem Ziel, ihn vor dem Abstieg zu bewahren. Mit dem 1:3 beim feststehenden Meister Ajax Amsterdam war schon am vergangenen Donnerstag der Gang in die zweite niederländische Liga nach vier Jahren Erstklassigkeit vorzeitig besiegelt.

Es war eine skurrile Saison für Venlo. Nach dem 5:3 am ersten Spieltag gegen den FC Emmen war der Klub aus der Grenzstadt zunächst sogar Tabellenführer. Bis ins Pokal-Halbfinale ging es zudem erstmals seit 30 Jahren für die Venloer, dort gab es aber ein 0:2 bei Vitesse Arnheim. Im Hinspiel gegen Ajax gab es zudem mit dem 0:13 eine historische Niederlage.

Erstmals in der Vereinsgeschichte stellt VVV den Torschützenkönig der Eredivisie. Georgios Giakoumakis erzielte 26 Tore, konnte damit aber den Absturz der Venloer in der zweiten Saisonhälfte nicht verhindern. Dass der Grieche über die Saison hinaus in Venlo bleibt, ist wohl unwahrscheinlich, unter anderem könnte die deutsche Bundesliga ein Ziel für ihn sein.

Weil Emmen am Donnerstag in Heerenveen siegte, ist Venlos Abstieg schon am vorletzten Spieltag besiegelt, Emmen hatte da als 16. und Inhaber des Relegationsplatzes vier Punkte mehr als Venlo. Am 21. Januar gab es mit dem 4:1 gegen Arnheim den letzten Sieg, seitdem gab es 15 Spiele ohne Sieg, 14 davon gingen verloren.

Am letzten Spieltag gab es noch ein ernüchterndes 0:4 gegen Emmen zum Saisonausstand. So verlässt Venlo mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsrang die Ehrendivision.

Luhukay hatte nach dem 1:3 im Derby gegen Fortuna Sittard Hans de Koning ersetzt, nachdem VVV wegen der Niederlagenserie in die Nähe der Abstiegsränge geschliddert war. Er holte in sieben Spielen nur einen Punkt.

„Die Enttäuschung im Lager von VVV ist natürlich riesengroß, dennoch geht der Blick nach dem feststehenden Abstieg direkt wieder nach vorn. Jetzt heißt es: Alles tun für den direkten Wiederaufstieg“, hat der Klub, dessen längste Erstliga-Verweildauer am Stück fünf Jahre beträgt, bereits klargestellt. Auf Spiele gegen Topklubs wie Ajax, PSV Eindhoven oder Feyenoord Rotterdamm muss Venlo vorerst verzichten. Veränderungen wird es bei den Anstoßzeiten geben, denn der Kernspieltag der zweiten niederländischen Liga, in der es keinen Absteiger gibt, ist der Freitagabend. Der Großteil aller Partien wird Freitags um 20 Uhr angepfiffen.

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Jos Luhukays Trainervertrag war zunächst bis zum Ende der Saison datiert. „Mit Luhukay soll nun wieder Kontinuität auf der Position des Cheftrainers in Venlo einziehen“, teilte VVV am Sonntag mit. Zuvor hatte es ein „Missverständnis“ mit mit Robert Maaskant gegeben, auf den de Koning folgte. Luhukay konnte die aktuelle Saison nicht mehr retten. Wie damals in Gladbach. Dort blieb Luhukay nach dem Abstieg und führte den Klub 2008 umgehend zurück in die Bundesliga. Nun hat er denselben Auftrag in Venlo.