Kevin Durant schwer verletzt: Tränen statt Jubel bei den Golden State Warriors

Drama um Durant schockt Golden State : Tränen statt Jubel bei den Warriors

Dank eines Zittersiegs dürfen die Golden State Warriors weiter vom Titel-Hattrick in der NBA träumen - die schwere Verletzung ihres Superstars hemmt aber jede Freude. Nach dem Spiel fließen die Tränen.

Kevin Durant humpelte auf zwei Krücken gestützt aus der Halle, Manager Bob Myers kamen nach der schweren Verletzung seines Superstars die Tränen. Obwohl die Golden State Warriors ihre Träume vom dritten NBA-Titel in Serie mit einem 106:105-Zittersieg bei den Toronto Raptors am Leben hielten, wollte bei den Kaliforniern kaum Freude aufkommen. Das niederschmetternde Aus ihres wichtigsten Spielers überschattete den hart erkämpften Erfolg zum 2:3 in der Finalserie der nordamerikanischen Basketball-Profiliga.

„Ich bin am Boden zerstört wegen Kevin“, sagte Warriors-Coach Steve Kerr. „Ich fühle mich so schlecht seinetwegen, niemand sollte so etwas mitmachen müssen“, klagte Stephen Curry. „Jeder ist so sehr damit beschäftigt, Meisterschaften zu jagen, aber das Leben ist so viel wichtiger, wenn es darum geht, sich um den Einzelnen zu kümmern.“

Zuletzt hatte der 30 Jahre alte Durant wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung gut einen Monat lang gefehlt. Nach dem 1:3-Rückstand sollte der wertvollste Spieler der vergangenen beiden Finalserien mit seinem Comeback helfen, doch noch die Wende in der Endspielserie zu schaffen. Doch nach elf Punkten und knapp zwölf Minuten auf dem Parkett war die Rückkehr des Flügelspielers jäh beendet.

Nach einer unglücklichen Bewegung griff sich Durant mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Ferse. Wie sich später herausstellte, verletzte er sich an der rechten Achillessehne. Am Dienstag sollte bei einer MRT-Untersuchung festgestellt werden, ob die Sehne möglicherweise gerissen ist. Dies würde für Durant eine monatelange Pause bedeuten.

Er glaube nicht, dass es einen Schuldigen gebe, sagte General Manager Myers mit stockender Stimme sichtlich erschüttert, „aber wenn es sein muss, könnt ihr mich beschuldigen. Ich leite unsere Basketballabteilung.“ Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, ob Durant aufgrund seines Vertrags, den er nach dieser Saison beenden kann, womöglich absichtlich nicht mehr eingreife. „Um euch etwas über Kevin Durant zu sagen: Kevin Durant liebt es, Basketball zu spielen, und die Menschen, die infrage gestellt haben, ob er zum Team zurückkehren will, lagen falsch“, sagte Myers unter Tränen.

Nun müssen die Warriors ohne ihren besten Mann in der Nacht zum Freitag (MESZ) den Ausgleich schaffen, um ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen. In Toronto vergab Raptors-Profi Kyle Lowry mit der Schlusssirene den Wurf zum möglichen Sieg. Hinterher gab es aber nur ein Thema. „Du hast gesehen, wozu er imstande ist. Er ist ein echter Kämpfer“, sagte Teamkollege Klay Thompson über Durant. „Er hat seine Gesundheit aufs Spiel gesetzt. Und wir vermissen ihn wahnsinnig auf dem Parkett.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Warriors verkürzen auf 2:3, verlieren aber Durant

(dpa/old)
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