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Angelique Kerber und Andrea Petkovic scheiden nach Krimis aus

Tennis in Peking : Kerber, Petkovic und Lisicki scheiden aus

Schwarzer Tag für die deutschen Fed-Cup-Spielerinnen zum Abschluss der Asientour: Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki verpassten bei den China Open in Peking kurz hintereinander den Einzug ins Viertelfinale.

Gut fünf Wochen vor dem Fed-Cup-Finale in Prag gegen Gastgeber Tschechien (8./9. November) konnte sich das Trio mit Blick auf den ersehnten Titel kein neues Selbstvertrauen holen.

Teamchefin Barbara Rittner bleibt ungeachtet des kollektiven Achtelfinal-Ausscheidens optimistisch. "Ich habe viele positive Ergebnisse von der Asientour bekommen. Manchmal hat ein Tick gefehlt, aber das ist eben manchmal so im Sport", sagte Rittner dem SID. Die 41-Jährige hat jetzt erst einmal nur noch einen Wunsch:
"Hauptsache, es bleiben alle fit und gesund."

Die an Position sieben gesetzte Kerber (Kiel) musste sich der ehemaligen US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa (Russland) in 2:09 Stunden mit 6:2, 4:6, 3:6 geschlagen geben, obwohl sie im entscheidenden Satz gleich zweimal mit Break vorne lag. Damit muss Linkshänderin Kerber, die in Tokio im Halbfinale stand und in Wuhan das Viertelfinale erreicht hatte, weiter auf ihren vierten Turniersieg warten. Zudem hat sie quasi keine Chance mehr, sich direkt für das WTA-Finale der besten acht Spielerinnen des Jahres in Singapur (20. bis 26. Oktober) zu qualifizieren.

Ihre Fed-Cup-Teamkollegin Petkovic (Darmstadt) verlor nach 2:35 Stunden und hartem Kampf mit 6:7 (4:7), 7:5, 6:7 (1:7) gegen die an Position zwei gesetzte Simona Halep (Rumänien). Die Weltranglisten-17. konnte sich damit nicht für die im Halbfinale der French Open in Paris erlittene Niederlage revanchieren. Die Hessin steckte in dem engen Match nie auf und ließ sich im dritten Durchgang auch nicht von einem 0:4- beziehungsweise 3:5-Rückstand beirren.

Im Tiebreak geriet "Petko" auf dem Centre Court des National Tennis Centers allerdings schnell mit 0:6 in Rückstand und konnte das Blatt nicht mehr wenden. Besonders bitter für die deutsche Nummer zwei: Kurz nach dem Spiel gab Halep bekannt, dass sie das Viertelfinale wegen einer Hüftverletzung nicht bestreiten könne.

Die Berlinerin Lisicki verpasste beim 3:6, 5:7 gegen die Serbin Ana Ivanovic (Nr. 9) viele Chancen und nutzte nur eine von insgesamt elf Breakchancen. Die Weltranglisten-25. hatte Mitte September das Turnier in Hongkong gewonnen.

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Im Achtelfinale von Peking platzte auch für Qualifikant Peter Gojowczyk der Traum von der großen Überraschung: Der Weltranglisten-122. aus München verlor gegen French-Open-Sieger Rafael Nadal (Spanien/Nr. 2) in 1:44 Stunden mit 3:6, 4:6. Für den 14-maligen Grand-Slam-Champion Nadal war es erst das zweite Einzel-Match nach seiner fast dreimonatigen Pause wegen einer Handgelenkblessur.

Davis-Cup-Spieler Gojowczyk gelangen acht Asse, allerdings konnte er gegen den French-Open-Gewinner keinen seiner insgesamt drei Breakbälle nutzen. Nadal hatte sichtlich Respekt vor dem 25-Jährigen, der dem Spanier im Halbfinale von Doha im Januar diesen Jahres über drei Sätze Paroli geboten hatte.

(dpa/sid)