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ATP-Turnier in Madrid: Alexander Zverev schlägt nach Nadal auch Thiem und steht im Finale

ATP-Turnier in Madrid : Zverev schlägt nach Nadal auch Thiem und steht im Finale

Deutschlands Topspieler greift nach seinem vierten Masterstitel. Einen Tag nach seinem Sieg gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal stürmt der Hamburger gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem ins Finale und setzte das nächste Ausrufezeichen.

Zuerst den König gestürzt, dann den Kronprinz: Alexander Zverev hat in der "Zauberkiste von Madrid" eine wundersame Wandlung vollzogen. Deutschlands bester Tennisprofi ließ auf dem Weg ins Finale des ATP Masters zunächst Rafael Nadal und dann auch seinen Kumpel Dominic Thiem ohne Satzverlust keine Chance und präsentierte sich dabei in überragender Form - rechtzeitig vor dem Highlight French Open Ende Mai.

Noch in der Vorwoche hatte das alles ganz anders ausgesehen. Da war Zverev in München bereits im Viertelfinale ausgeschieden, gegen Qualifikant Ilja Iwaschka aus Belarus, nach einer schwachen und fehlerhaften Leistung. "Ich habe irgendwann meine Bewegung verloren und wusste nicht mehr, wie ich die Kugel ins Feld bringen soll", hatte er geklagt.

Das Rätsel hat er für sich in Madrid gelöst. Im Finale wartet der an Nummer acht gesetzte Italiener Matteo Berrettini auf den Hamburger, Zverev kämpft dabei um seinen zweiten Titel in der spanischen Hauptstadt nach 2018 und seinen vierten Masters-Erfolg insgesamt. "Ich freue mich wirklich, wieder ein großes Finale zu spielen und ich hoffe, ich kann es diesmal zu meinen Gunsten entscheiden", sagte Zverev.

Diese "Caja Magica" in der spanischen Hauptstadt wird für Zverev so langsam zu seinem Wohnzimmer. 14:2 Siege lautete Zverevs eindrucksvolle Bilanz vor dem Duell mit Berrettini. Der Italiener weiß, was auf ihn zukommt. "Ich habe ihn gesehen, er spielt richtig gut. Er hat Rafa und Dominic geschlagen, wahrscheinlich die besten Spieler auf Sand", sagte der Weltranglistenzehnte, der im direkten Vergleich mit Zverev 1:2 zurückliegt.

In der Form wie gegen Nadal oder Thiem aber muss Zverev niemanden fürchten. Gegen seinen Kumpel Thiem verwandelte Zverev nach 1:37 Stunden seinen zweiten Matchball zum 6:3, 6:4 und nahm damit erfolgreich Revanche für seine bittere Niederlage im US-Open-Finale gegen Thiem im vergangenen Jahr. Der Weltranglistensechste zeigte wie schon beim 6:4, 6:4 gegen Nadal am Vortag eine sehr entschlossene und insgesamt reife Leistung - gerade sein Aufschlag überzeugte.

"Wir hatten ein paar fantastische Partien, wir haben die größten Spiele der Welt bestritten. Wir haben Masters-Endspiele bestritten und Grand-Slam-Endspiele und die Rivalität entwickelt sich noch weiter", so Zverev. Auch im elften Aufeinandertreffen boten beide ein Spektakel auf hohem Niveau. "Das wird noch ein paar Jahre so weitergehen, wir werden hoffentlich noch ein paar herausragende Duelle sehen", so Zverev.

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Schon im Viertelfinale hatte Zverev Sandplatzkönig Nadal auf beeindruckende Art und Weise entzaubert. Es war im vierten Anlauf der erste Erfolg auf Sand gegen den Mallorquiner - ausgerechnet in Nadals Heimat und vor knapp 5000 frenetischen spanischen Fans.

(kron/SID/dpa)