Handball-WM 2019: Frankreichs Superstar Nikola Karabatic kommt nach Berlin

Laut Medienberichten: Frankreichs Karabatic steigt in die Handball-WM ein

Überraschende Nachricht aus Frankreich: Der Weltmeister darf auf der Mission Titelverteidigung bei der Handball-WM 2019 wohl doch auf Superstar Nikola Karabatic hoffen. Französische Medien berichten, dass er am Samstag zum Team stößt.

Nikola Karabatic wurde am linken Fuß operiert und hatte eigentlich seine Absage für die Handball-WM in Deutschland und Dänemark (10. bis 27. Januar) bereits vor drei Monaten mitgeteilt. "Die Schmerzen sind immer stärker geworden", sagte Karabatic, der nach einer OP im Oktober vier bis sechs Monate ausfallen sollte. Karabatic litt seit Dezember 2016 an einem Schiefstand der großen Zehe. Frankreichs Welthandballer wollte eigentlich „Les Bleus“ am Fernseher anfeuern.

Wie „Le Parisien“ aber am späten Freitagabend bekanntgab, soll Karabatic (Paris St-Germain) auf dem Weg nach Berlin sein, um seine achte WM zu spielen. Nach Informationen des französischen Mediums wird sich der 34 Jahre alte Ausnahmespieler am Samstag dem französischen Team anschließen. Ausgerechnet an diesem Tag. Denn es ist der WM-Spieltag, an dem die Franzosen ihr zweites Spiel der Gruppe A gegen sein zweites Heimatland Serbien (Karabatic wurde 1984 im serbischen Nis geboren) spielen wird. Am Freitagabend hatte das Team von Nationaltrainer Didier Dinart die brasilianische Mannschaft zum Auftakt überraschend knapp und wenig dominant mit 24:22 besiegt.

Laut „Le Parisien“ soll Dinart seine Spieler und die Verantwortlichen erst nach dem Sieg - in der Nähe der Umkleide in der Berliner Arena - über die bevorstehende Ankunft des dreifachen besten Spielers der Welt informiert haben. Dinart hatte Nikola Karabatic trotz Verletzung und Operation am „Hallux Valgus“ (Zeh) am 19. Oktober in den 28er-Kader berufen. Damit hatte sich der Nationaltrainer eine Hintertür für den Fall der Fälle offengehalten. Ein cleverer Schachzug: Das gibt ihm nun die Möglichkeit, den Spieler für die WM nachzunominieren.

Für die Teams in der Gruppe A ist das keine gute Nachricht. Auch die deutsche Nationalmannschaft ist davon betroffen: Am Dienstag trifft die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop in der Arena am Ostbahnhof auf Frankreich (20.30 Uhr/ZDF).

(ball)
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