Fortuna: Wie einst am „Betze“

Fortuna: Wie einst am „Betze“

Der 2:0-Sieg im Hinspiel beim 1. FC Kaiserslautern war bislang der Höhepunkt der großartigen Zweitliga-Saison Fortunas. Am Montag (20.15 Uhr) soll in der Arena der Nachschlag folgen.

Der 2:0-Sieg im Hinspiel beim 1. FC Kaiserslautern war bislang der Höhepunkt der großartigen Zweitliga-Saison Fortunas. Am Montag (20.15 Uhr) soll in der Arena der Nachschlag folgen.

Die Ausgangslage hätte sich kaum stärker verändern können. Hier ein Auswärtsspiel bei einer Mannschaft, die verzweifelt um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga kämpft - dort eine Heimpartie gegen ein Team, das kurz vor dem großen Sprung in die Erstklassigkeit steht. Es ist eine Fußballwelt, die Fortunas jüngste Aufgabe beim FSV Frankfurt und ihre kommende gegen den 1.FC Kaiserslautern (Montag, 20.15Uhr, Esprit-Arena) trennt. Und wenn man sich das bescheidene Ergebnis des Gastspiels in Hessen (2:0 für den FSV) betrachtet, ist das vielleicht auch gut so.

"Uns erwartet ein besonderes Highlight", sagt Fortunas Trainer Norbert Meier, der gewiss nicht im Ruf steht, verschwenderisch mit derlei Superlativen umzugehen. "Wir müssen nur an das Hinspiel zurückdenken, nicht nur wegen unseres 2:0-Sieges. Es war eine großartige Atmosphäre auf dem Betzenberg, eine unheimliche Stimmung. Gerade auch von unseren Fans, die der roten Lauterer Wand Paroli geboten haben."

Bis zu jenem 23. Oktober hatten die "Roten Teufel" noch kein Saisonspiel verloren, und hinterher folgten auch nur zwei weitere Niederlagen - keine davon im heimischen Fritz-Walter-Stadion. "Lautern ist ganz souverän durch die Saison gegangen", sagt Meier anerkennend. "Die Mannschaft hat offensiv wie defensiv kaum Schwächen gezeigt. Wir wollen unseren Fans am Montag aber dennoch alles anbieten, was zu einem guten Fußballspiel gehört."

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Ob das reichen wird, die Pfälzer auf ihrem aller Wahrscheinlichkeit nach unaufhaltsamen Marsch in die Erste Liga nochmals zu überraschen? Auf jeden Fall müsste Fortuna sich dafür gegenüber dem Frankfurt-Match gravierend steigern. "Wer dieses Spiel gesehen hat, der weiß, worin der Unterschied zwischen uns und den Klubs ganz oben in der Liga besteht", betont der Trainer.

"Kaiserslautern und auch Augsburg haben schon einige Spiele knapp und spät gewonnen, in denen vorher nicht viel von ihnen zu sehen war. Spiele wie in Rostock, in Koblenz, in Karlsruhe. Bei uns ist in solchen Begegnungen oft ein Schuss Naivität drin. Wir vergessen, dass wir bei allen Dingen hochkonzentriert sein müssen. So viele Chancen, wie wir sie in Frankfurt hatten, müssen einfach für einen Auswärtssieg reichen."

Meiers Schlussfolgerung lautet: "Wir müssen viel gnadenloser werden, wenn wir auch in die Kategorie dieser Spitzenteams wollen." Es wäre ein großer Schritt nach vorn, wenn Fortuna ihr Vorbild am Montag ein wenig ärgert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 1. FC Kaiserslautern - Fortuna 0:2

(RP)