Fortuna Düsseldorf: Dawid Kownacki gegen Dodi Lukebakio bei U21-EM

U21-EM : Kownacki gewinnt Duell mit Fortuna-Kumpel Lukebakio

Bei der U21-Europameisterschaft trafen Dawid Kownackis Polen und Dodi Lukebakios Belgier aufeinander. Den Vergleich der beiden Profis von Fortuna Düsseldorf gewann Kownacki mit 3:2.

Die Begrüßung war herzlich – schließlich hatten sich Dawid Kownacki und Dodi Lukebakio in ihren vier gemeinsamen Monaten im Trikot von Fortuna Düsseldorf bestens verstanden. Doch nach der Auftaktpartie der U21-Europameisterschaft zwischen Polen und Belgien lächelte nur noch Kownacki. Die favorisierten Belgier unterlagen in der Hitzeschlacht von Reggio nell’Emilia letztlich gerechtermaßen 2:3.

Wie im Vergleich der Mannschaften, hatte Kownacki, der im Gegensatz zu Lukebakio wahrscheinlich auch in der kommenden Saison für Fortuna spielen wird, auch im persönlichen Duell die Nase vorn. In einem direkten Zweikampf trafen die beiden zwar nur einmal aufeinander, doch diese Szene in der 48. Minute war symptomatisch: Der von seiner Position in der vordersten Angriffsspitze weit zurückgeeilte Pole luchste seinem alten Fortuna-Kumpel den Ball ab und leitete so einen Konter ein.

Die Einzelszenen der beiden zeigten ein ähnliches Bild. Zwar gelang auch Kownacki längst nicht alles, doch der 22-Jährige war stets ein Fixpunkt im polnischen Spiel, nicht nur weil er seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen durfte. Immer wieder suchten ihn seine Kollegen, und bei seinen vier Torchancen war der junge Familienvater einem Treffer nahe. Zweimal grätschte ihm ein belgischer Abwehrspieler nach Hereingaben von der rechten Seite im letzten Moment den Ball vom Fuß, einmal scheiterte Kownacki mit einem Drehschuss an Torhüter Nordin Jackers (45.).

Die dritte Möglichkeit des Düsseldorfers endete dann zwar nicht für ihn persönlich, aber für die polnische Mannschaft sehr positiv: Der starke Konrad Michalak hatte bei einem Konter in der 75. Minute die Möglichkeit, gleich zwei freistehende Teamkameraden anzuspielen. Er entschied sich gegen Kownacki und für Sebastian Szymanski, der das letztlich entscheidende 3:1 erzielte.

Und Lukebakio? Fortunas Leihgabe, die nach Saisonende zu seinem Klub FC Watford zurückkehrt, hatte anfangs einige starke Szenen. Auf der rechten Seite setzte er in der guten belgischen Startphase einige Akzente, ging aber nach dem polnischen Ausgleichstreffer (26., nach der frühen Führung Belgiens/16.) mit seiner Mannschaft unter. Plötzlich ging fast gar nichts mehr beim Favoriten – bezeichnend Lukebakios billige Schwalbe kurz nach der Pause, die zu Recht mit der Gelben Karte bestraft wurde. Lukebakio wechselte nach links, kam dort aber kaum noch zur Geltung.

Das Anschlusstor zum 3:2 (nach Ecke von Lukebakio) kam viel zu spät, und es war auch kein wirkliches Aufbäumen, dass Belgien auf den Platz brachte. Selbst jetzt freilich machte Kownacki im direkten Vergleich mit Lukebakio Punkte, indem der Stürmer sich mannschaftsdienlich bis in den eigenen Strafraum zurückzog und konsequent mitverteidigte. Doppelter Sieg also für den jungen Polen im Fortuna-Duell, das die beiden Kumpel jeweils über die komplette Spielzeit bestreiten durften.

Tore: 0:1 Leya Iseka (16.), 1:1 Zurkowski (26.), 2:1 Bielik (52.), 3:1 Szymanski (79.), 3:2 Cools (84.).

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