Fortuna Düsseldorf: Dawid Kownacki kämpft für Comeback gegen Borussia Mönchengladbach

Nach Muskelfaserriss : Fortuna hofft auf Kownacki-Comeback gegen Gladbach

Am Mittwochmorgen absolvierte Dawid Kownacki das volle Trainingsprogramm bei Fortuna. Das nährt die Hoffnung, dass der Stürmer am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach auflaufen kann.

16 Tage ist es her, da humpelte Dawid Kownacki erst vom Feld und später auf Krücken aus der Düsseldorfer Arena. Beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt hatte sich der Stürmer einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Doch schon kurz danach keimte beim Fußball-Bundesligisten Hoffnung auf, dass die Ausfallzeit vielleicht nur drei bis vier Wochen betragen würde. Nun könnte es sogar sein, dass Kownacki nur 19 Tage nach dem Faserriss wieder ein Pflichtspiel bestreiten kann.

Am Mittwochmorgen griff der 22-Jährige wieder voll ins Training bei Fortuna ein. Kownacki machte alle Übungen mit und hinterließ einen guten Eindruck.

Eigentlich hätte Kownacki in der Länderspielpause für die polnische A-Nationalmannschaft auflaufen sollen. Die Verletzung stoppte ihn aber. Kownacki flog trotzdem nach Polen, ließ sich dort – in Absprache mit Fortunas medizinischer Abteilung – von den Nationalmannschaftsärzten behandeln.

220 Minuten lang hat Kownacki bisher das Trikot von Fortuna Düsseldorf getragen. Das sind zwar nicht mal zweieinhalb Partien Netto-Spielzeit. Es reicht aber dafür, bei Fortunas Fans einen dicken Stein im Brett zu haben. Bei einer nicht repräsentativen Umfrage unserer Redaktion hatten von knapp 5000 Teilnehmern 1765 dafür gestimmt, Kownacki zu halten, wenn Fortuna nur einen der sechs Leihspieler verpflichten könnte. Einzig Dodi Lukebakio erhielt mit 1774 ganz knapp mehr Stimmen. Der drittplatzierte Marcin Kaminski (692) folgte schon mit gehörigem Abstand. Aymen Barkok (284), Takashi Usami (104) und Markus Suttner (30) landeten noch weiter hinten.

Der Wunsch, Kownacki auch in der kommenden Saison im Trikot der Fortuna zu sehen, ist auch Konsens in der Führungsetage des Bundesligisten. Und Sportvorstand Lutz Pfannenstiel hat im Januar bei Sampdoria Genua auch eine Kaufoption für den polnischen Nationalspieler ausgehandelt. Die ist nach Informationen unserer Redaktion jedoch deutlich höher, als die kolportierten rund fünf Millionen Euro. Sie liegt eher im Bereich neun bis zehn Millionen Euro.

Dennoch überlegt der Verein, diese zu ziehen bzw. die Summe nachzuverhandeln. Das bestätigte auch Friedhelm Funkel im Interview mit unserer Redaktion. „Bei Dawid muss man im gesamten Verein überlegen: Wollen wir solch einen Spieler mal halten? Er verspricht im Angriffsbereich einiges, er ist jung, sein Marktwert wird steigen. Das lohnt sich also in anderthalb Jahren vielleicht doppelt“, sagte der Trainer. „Das Ziel ist doch, auf Dauer in der Bundesliga mitzuspielen. Da müssen die finanziellen Risiken dann vielleicht auch erhöht werden.“

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