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Real Madrid nach Champions-League-Aus in der Kritik - Raphael Varane entschuldigt sich für Patzer

Nach Champions-League-Aus von Real : Varane entschuldigt sich für Patzer

Real Madrid ist im Achtelfinale der Champions League an Manchester City gescheitert. Zwei Patzer von Raphael Varane sorgten für die Entscheidung. Die Presse ging nach dem Aus hart mit dem Verteidiger ins Gericht. Toni Kroos wollte dem Franzosen „keine Vorwürfe“ machen.

Nach dem frühen Aus von Rekordsieger Real Madrid im Achtelfinale der Champions League stehen Raphaël Varane und Trainer Zinedine Zidane in der Kritik. Hart ins Gericht gingen die spanischen Medien vor allem mit dem 27 Jahre alten Innenverteidiger, der beim 1:2 (1:1) gegen Manchester City vor beiden Gegentoren eklatant gepatzt hatte. „Varane hob das Harakiri-Schwert“, titelte die Zeitung „El Mundo“ am Samstag. Real hatte vor der Corona-Zwangspause bereits das Hinspiel mit 1:2 verloren und verpasste damit das Viertelfinale.

Varane nahm die Schuld für die Niederlage auf sich und entschuldigte sich bei Fans und Teamkollegen. „Ich will die Verantwortung übernehmen, denn diese Niederlage ist meine, und ich muss sie hinnehmen. Mir tut es leid für meine Teamkollegen.“, sagte der Weltmeister von 2018. „Fehler werden auf dieser Ebene teuer bezahlt, und ich habe keine Erklärung für diese Fehler.“

„Zwei Geschenke - und ab nach Hause!“, titelte groß die Madrider Fachzeitung „Marca“, während auf Seite eins des Konkurrenzblattes „AS“ zu lesen war: „Versunken“. In Katalonien, der Heimat von Reals Erzrivale FC Barcelona, genoß die Sportzeitung „Mundo Deportivo“ die Pleite der Hauptstädter mit der Schlagzeile: „Reales K.o.“

Der deutsche Nationalspieler Toni Kroos nahm Varane nach der Partie bei Sky dagegen in Schutz: „Rapha hat eine überragende Saison gespielt. Da gibt es keine Vorwürfe.“

Auch Trainer Zidane wurde von den spanischen Medien scharf kritisiert. „Zizou“ sei nie ein Strategie-Genie gewesen, das wisse man, hieß es in einer TV-Talkrunde nach der Pleite. Dass er aber in Manchester von der Bank aus praktisch nichts getan habe, um eine Wende herbeizuführen, sei „unverzeihlich“.

Kroos kündigte an, die freie Zeit zur Erholung zu nutzen: „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich mir den Rest anschauen werde“, verriet er. „Wenn ich Urlaub mache, dann mache ich Urlaub, und dann auch ohne Fußball.“ Er sei sehr enttäuscht über das Aus, freue sich nun aber auf die freie Zeit.

(dpa/sid/old)