Fans von Borussia Mönchengladbach klauen Fahnen von Ultras des 1. FC Köln

Polizeieinsatz bei Hoffenheim-Spiel: Gladbacher Fans klauen Fahnen von Kölner Ultras

Im Januar klauten als Ordner verkleidete Anhänger des 1. FC Köln während des Derbys eine Fahne einer Ultra-Gruppierung von Borussia Mönchengladbach. Nun gab es offenbar die Rache – in Sinsheim.

Im Januar klauten als Ordner verkleidete Anhänger des 1. FC Köln während des Derbys eine Fahne einer Ultra-Gruppierung von Borussia Mönchengladbach. Nun gab es offenbar die Rache — in Sinsheim.

Am Rande der Kölner 0:6-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim haben acht Personen die Zaunfahne der Ultra-Gruppierung "Boyz" geklaut. Auf einem Video ist zu sehen, wie sich Männer aus dem benachbarten Block an der Zaunfahne zu schaffen machten, während der Gästeblock in Pyro-Rauch gehüllt war. Eine Hälfte der "Boyz Köln"-Fahne soll von den Dieben aus dem Stadion geschafft worden sein. Sechs der Diebe konnten flüchten, zwei wurden festgenommen. Es gab laut Polizei keine Verletzten.

Da einer der Festgenommenen ein bekannter Gladbacher Problemfan ist, geht die Polizei von einem Racheakt der Gladbacher aus. Im Januar hatte ein mit orangefarbener Ordnerweste verkleideter Mann in der Halbzeitpause in Köln eine Fahne der Gruppierung "Scenario Fanatico" vom Zaun des Gästeblocks gerissen und war mit ihr ungehindert über den gesamten Rasen in die Kölner Kurve gerannt. Daraufhin hatten ein paar Gladbacher Fans versucht, den Platz zu stürmen, wurden aber sofort von den herbeieilenden Polizeibeamten daran gehindert.

Die Kölner Ultras stellten ihren Support nach dem Vorfall am Samstag ein, wurden aber von der Polizei daran gehindert, schon während des Spiels das Stadion zu verlassen. Dass die fehlende Unterstützung von den eigenen Fans maßgeblich zur empfindlichen 0:6-Pleite der Kölner beitrug, darf allerdings angezweifelt werden.

Die Polizei bestätigte auch Aussagen von 1899 Hoffenheim, wonach Anhänger der Gastgeber nicht an dem Fahnenklau beteiligt waren. Man habe zehn TSG-Fans zunächst in Gewahrsam genommen, sie zur Halbzeit aber wieder frei gelassen.

(areh/sid/dpa)