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Letzter verbleibender Mitbewerber steigt aus: Romney jetzt praktisch solo im Vorwahlkampf

Letzter verbleibender Mitbewerber steigt aus : Romney jetzt praktisch solo im Vorwahlkampf

Im US-Vorwahlkampf der Republikaner hat Spitzenkandidat Mitt Romney den letzten Nebenbuhler abgeschüttelt. Sein einziger noch verbliebener Mitbewerber Ron Paul will nicht mehr aktiv nach Stimmen jagen.

Für den US-Republikaner Mitt Romney wird der Vorwahlkampf seiner Partei um die Präsidentschaftskandidatur zur Solonummer. Der einzige noch verbliebene Mitbewerber Ron Paul teilte am Montag mit, dass er seinen aktiven Wahlkampf einstellen werde. Elf Bundesstaaten müssen ihre Vorwahlen noch abhalten, darunter Kalifornien und am 29. Mai Pauls Heimatstaat Texas.

Romney steht allerdings ohnehin schon als Spitzenkandidat der Republikaner und damit Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl am 6. November fest. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär hat zwar die magische Zahl von 1144 Delegiertenstimmen noch nicht zusammen, die zu seiner offiziellen Nominierung als Spitzenkandidat auf einem Parteitag Ende August nötig ist. Er wird diese Marke aber nach übereinstimmenden Berechnungen verschiedener Medien noch in diesem Monat erreichen.

Paul ist ein schillernder radikaler Kongressabgeordneter, der die Befugnisse der Regierung, ihre Eingriffe in das Leben der Bürger auf ein extremes Minimum verringern möchte. Dem 76-Jährigen waren - wie auch schon bei drei vorausgegangenen Präsidentschaftsbewerbungen - von vornherein keine Chancen eingeräumt worden. So hat er bei den bisherigen diesjährigen Vorwahlen keinen einzigen Sieg eingeheimst.
Ohnehin komme es ihm hauptsächlich darauf an, für seine Ideen zu werben, betonte Paul immer wieder in seinen Vorwahlkämpfen.

So will Paul nach eigenen Angaben auch weiter Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag sammeln - nur nicht mehr als aktiver Wahlkämpfer. Er wolle auf jeden Fall sicherstellen, dass seine Stimme auf dem Nominierungsparteitag gehört werde. "Aber auf unserem weiteren Weg werden wir nicht mehr Ressourcen für den Wahlkampf in Staaten aufwenden, die noch keine Vorwahlen hatten", erklärte Paul.
Das würde Millionen Dollar kosten, "die wir schlicht nicht haben".

(dpa)