Republikaner streiten über Abschaffung von Obamacare

Umstrittene Gesundheitsreform : Republikaner streiten über Abschaffung von Obamacare

Unter US-Republikanern ist ein Streit über die geplante Aufhebung der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama ausgebrochen. Vielen konservativen Republikanern geht ein Vorschlag zur Reform der Reform nicht weit genug.

Konservative Kongressabgeordnete kritisierten am Dienstag einen Entwurf ihrer Partei im Repräsentantenhaus als nicht weitgehend genug. Senator Rand Paul aus Kentucky sprach von "Obamacare Light", einer Lösung, die hauptsächlich den großen Versicherungen zugutekommen würde. Er kündigte für Mittwoch einen Gegenentwurf an, der Obamas Reform komplett aufgeben solle. Der Gesetzesvorstoß vom Montag lässt Teile von Obamacare unberührt.

Auch erzkonservative Organisationen wie "Heritage Action for America" und "Club for Growth" zeigten sich kritisch. Der Entwurf von Paul Ryan, dem Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, steht damit von mehreren Seiten unter Druck.

Die demokratische Minderheit und einige gemäßigte Republikaner im Kongress wollen grundsätzlich an Obamacare festhalten, Konservative die Reformen dagegen komplett rückgängig machen. Besonders im Senat zählt für die Republikaner jede Stimme. Er mache sich große Sorgen um die notwendigen Mehrheiten, sagte der Senator Roy Blunt vom Führungsteam der Partei. In den USA gibt es keinen Fraktionszwang. Durch die Reform haben 20 Millionen Amerikaner erstmals eine Krankenversicherung erhalten.

(stk/REU)
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