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Wer wird Millionär? Student verzockt 749.000 Euro - mit freien Jokern

„Wer wird Millionär?“ : Kölner Student verzockt 749.000 Euro – trotz zweier Rest-Joker

Unfassbar, wie schnell sich der Traum von einer dreiviertel Million Euro in (fast) nichts auflösen kann: Ein Student hat vor den Augen von mehr als vier Millionen Fernsehzuschauern diese sehr bittere Erfahrung gemacht.

Janos Pigerl stürzte am Montagabend in Günther Jauchs Quizsendung „Wer wird Millionär?“ bei der 750.000-Euro-Frage ab und ging mit nur noch 1000 Euro nachhause. Der junge Mann mit blondem Dutt war beim „Zocker-Special“ zunächst vielversprechend gestartet. Er legte bei den ersten Fragen findig und strategisch klug einen steilen Aufstieg hin. Pigerl wusste sogar, dass Berichten zufolge bis Ende des Jahres 2022 ein Mobilfunknetz auf dem Mond entstehen soll. Dann kam er zur zweithöchsten Stufe, bei der es um 750.000 Euro geht, und scheiterte.

Die Frage lautete: „In welcher Sportart konnten deutsche Athleten bei Olympischen Spielen bisher am häufigsten Gold für ihr Land gewinnen?“ Gastgeber Jauch erläuterte dem Quizkandidaten sehr gewissenhaft die Tücken der Frage und erinnerte ihn an drei verbliebene Joker.

Pigerl wählte den 50:50-Ausschluss. „A.“ und „B.“ verschwanden. „C. Leichtathletik“ und „D. Rudern“ blieben stehen. „Wenn ich Traute hab, dann nehme ich D.“ Das tat er dann auch. Jauchs Mahnung („Es sind nur noch zwei Fragen. Die und die zwei Millionen. Und Sie haben noch zwei Joker. Sie wollen nicht absichern?“) schlug der Student in den Wind. Der Einzeljoker im Publikum und der Telefonjoker blieben ungenutzt. Am Ende war Antwort „C. Leichtathletik“ richtig. Dort waren 72 Goldmedaillen geholt worden, beim Rudern waren es nur 64 gewesen.

Dem Kandidaten entfuhr ein leises „Verflucht.“ Jauch zeigte sich sichtlich berührt: „Am Ende haben Sie sich dann doch verzockt.“ Pigerl bemühte sich um Fassung: „Ich war ein bisschen zu gierig.“ Leichtathletik hätte er eben nie erwartet. Jauch: „Trotzdem. Sie waren wirklich einer der besten, überlegtesten, souveränsten Kandidaten, die wir je hatten. (...) Sie waren ein super, super Zockerkandidat. Großes Kompliment und hauen Sie den Tausender auf den Kopf.“

(felt/dpa)