1. Panorama
  2. Fernsehen

DSDS 2021: Michael Wendler teilt gegen RTL und Verpixelung aus

„Jegliche Glaubwürdigkeit verloren“ : Ex-Juror Michael Wendler teilt gegen RTL und „DSDS“-Verpixelung aus

Michael Wendler war eigentlich als Juror bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ vorgesehen. Doch nun ist lediglich ein verpixelter Streifen zu sehen. Er wurde aus der Jury herausgeschnitten. Jetzt hat er sich zu dem Vorgehen von RTL geäußert.

Nach der umstrittenen KZ-Äußerung auf dem Kommunikationskanal Telegram ging RTL den harten Schritt und kündigte an, Ex-Juror Michael Wendler komplett aus den neuen Folgen von „Deutschland sucht den Superstar“ herauszuschneiden oder zu verpixeln. In der zweiten Folge am Samstagabend gab es also keinen Wendler zu sehen. Stattdessen erschien ein großer verpixelter Streifen, der vor den Schlagersänger gelegt wurde.

Auf Instagram äußerte sich Wendler nun zu der Aktion von RTL und ließ daran kein gutes Haar. „RTL hat sich mit dieser Aktion ins eigene Knie geschossen und jegliche Glaubwürdigkeit verloren“, schrieb Wendler, der die Ausstrahlung der neuen Staffel von seinem Domizil in Florida verfolgte. Das Verhalten von RTL verglich er mit einer Zensur. „Diese Zensur meiner Person stellt sich gegen die eigenen Prinzipien des Senders“, schrieb der Wendler weiter und wehrte sich erneut gegen die Vorwürfe, er habe auf Telegram die Abkürzung KZ für Konzentrationslager verwendet. Wendler: „Ich weise nochmals sämtliche Vorwürfe von Antisemitisches Verhalten zurück.“

Neben den Verpixelungen blendete RTL auch einen redaktionellen Hinweis ein, dass „ein Juror Verschwörungstheorien verbreitet“ habe. Wegen „völlig untragbarer Äußerungen“ habe man ihn aus den im Jahr 2020 aufgezeichneten Folgen herausgeschnitten. In der Frühphase der aktuellen „DSDS“-Staffel, für die Wendler einst als Juror verpflichtet worden war, sollte der 48-Jährige aber eigentlich noch einmal zu sehen sein. Der Grund: Die Folgen waren vor dem Eklat aufgezeichnet worden. Es gehe bei der Ausstrahlung auch um Fairness den Sängern gegenüber, über die Wendler damals entschieden habe, hatte RTL vor dem Start argumentiert.

Seit vergangenem Oktober teilt Wendler vermehrt Corona-Verschwörungstheorien, mit seinem Haussender RTL kam es damals zum Bruch, sein Manager wendete sich vom 48-Jährigen und dessen Ehefrau Laura ab, viele Aufträge wurden wegen der kruden Behauptungen storniert.

Nicht nur in Sachen Corona verbreitet Wendler seine Theorien, auch beim US-Wahlkampf und dem Sturm aufs Kapitol in der Hauptstadt Washington, schlug er sich auf die Seite des noch amtierenden Präsidenten Donald Trump.

(mja)