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EU: Corona-Impfung soll laut Von der Leyen europaweit gemeinsam starten

Corona-Pandemie : Von der Leyen für gemeinsamen europäischen Impfstart

Die Diskussion um die Impfungen beschäftigt sich viel mit der Reihenfolge in der Gesellschaft. Ursula von der Leyen schlägt nun vor, Einigkeit beim Impfstart zu demonstrieren.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen gemeinsamen Beginn der Impfungen gegen das Corona-Virus in der gesamten Europäischen Union vorgeschlagen. „Lasst uns so bald wie möglich gemeinsam mit dem Impfen anfangen, zusammen, als 27, mit einem Start am selben Tag“, sagte von der Leyen am Mittwoch im Europaparlament. „Lasst uns zusammen und geeint mit der Ausrottung dieses furchtbaren Virus beginnen.“

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag bekanntgegeben, dass sie am 21. Dezember ihr Gutachten zum Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer abgeben will - acht Tage früher als zuvor geplant. Von der Leyen ließ keinen Zweifel, dass sie mit einem positiven Bescheid rechnet. „Endlich wird binnen einer Woche der erste Impfstoff zugelassen werden, damit Impfungen sofort beginnen können“, sagte sie. Weitere Impfstoffe kämen nächstes Jahr hinzu.

Ihr Sprecher betonte am Mittwoch, dass die EU-Kommission innerhalb von zwei Tagen nach der EMA-Entscheidung dafür sorgen werde, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer auf den Markt kommen könne. Die endgültige Entscheidung darüber, ob das Mittel in den 27 EU-Staaten zugelassen wird, liegt nach dem EMA-Gutachten nämlich bei der Brüsseler Behörde.

EU-Kommissionsvize Margaritis Schinas nannte die anstehende Entscheidung der Kommission ein Prozedere mit Überschallgeschwindigkeit. Damit aber wirklich alle Mitgliedstaaten zur gleichen Zeit mit dem Impfen beginnen könnten, müssten sie die nötigen Vorbereitungen treffen - etwa Personal schulen, die Infrastruktur einrichten und prioritäre Gruppen identifizieren.

Von der Leyen betonte, die EU-Kommission habe das weltweit breiteste Sortiment künftiger Impfstoffe zusammengestellt und insgesamt mehr als genug Impfstoffe für alle Europäer eingekauft.

(june/dpa)