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Mönchengladbach: Van Laack wehrt sich gegen Kritik an Qualität von Schutzkitteln

Kittel würden schnell reißen : Van Laack wehrt sich gegen Kritik an Qualität von Schutzkitteln

Nach Kritik an der Reißfestigkeit gelieferter Einwegkittel verteidigt das Mönchengladbacher Modeunternehmen van Laack sein Produkt. Die Kittel entsprächen den Vorgaben des Auftraggebers.

Die Mönchengladbacher Modefirma van Laack hat sich gegen Kritik an der Qualität der Schutzkittel gewehrt, die das Unternehmen im Sommer an die Landesregierung geliefert hat. Die Einweg-Kittel entsprächen „exakt den Vorgaben des Auftraggebers“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. „Reklamationen sind uns nicht bekannt“, hieß es in der Stellungnahme von van Laack.

Die Uni-Klinik Essen hatte rund 40.000 der Schutzkittel ausgemustert. Die Kittel würden „beim Anziehen schnell reißen“, hatte die Klinik am Dienstag auf Anfrage mitgeteilt.

Eine hohe Reißfestigkeit sei „kontraproduktiv zur Leichtigkeit und Atmungsaktivität des Materials“, erklärte dagegen das Unternehmen. Viele Käufer im medizinischen Sektor beanstandeten zu schwere Kittel, weil die Nutzer darin verstärkt schwitzten. „Deshalb existieren zur jeweiligen Auswahl des Käufers unterschiedliche Materialgewichte“, hieß es in der Stellungnahme.

Kostenpflichtiger Inhalt Das Geschäft mit dem Modehersteller van Laack hatte für Debatten gesorgt, da Ministerpräsident Armin Laschets (CDU) Sohn den Kontakt zu der Firma hergestellt hatte. Johannes „Joe“ Laschet ist Mode-Blogger und Werbepartner der Firma aus Mönchengladbach. Die Beschaffung der Schutzkittel soll am Mittwochnachmittag auch Thema in der Plenarsitzung des Landtags sein.

(chal/dpa)