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Dorsten und Münster: Erste NRW-Städte führen Maskenpflicht wegen Corona ein

Münster und Dorsten : Erste NRW-Städte führen Maskenpflicht ein

In Münster soll es ab kommender Woche eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit geben. Alle städtischen Verwaltungsgebäude in Dorsten dürfen nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz betreten werden.

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Stadt Münster als erste nordrhein-westfälische Großstadt eine Maskenpflicht beschlossen. Sie soll ab kommendem Montag (27. April) in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt Münster am Montag.

Der Krisenstab habe sich zu dieser Maßnahme entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien. „Es darf aber auch ein Schal oder ein Tuch vor dem Mund sein“, sagte die Sprecherin weiter. „Antenne Münster“ und die „Westfälischen Nachrichten“ hatten zuvor berichtet.

Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, der dürfe aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden. Bußgelder seien zunächst nicht vorgesehen, sagte die Sprecherin. Die Bürger hätten sich bislang an die geltenden Abstandsregeln gehalten. Man gehe davon aus, dass sie nun auch der Verpflichtung nachkommen, Mund und Nase beim Einkaufen oder Busfahren zu bedecken.

Die Stadt Dorsten im Ruhrgebiet führt bereits ab Dienstag eine Maskenpflicht in ihren städtischen Verwaltungsgebäuden ein. Dann würden die rund 1200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Gebäude bis auf Weiteres grundsätzlich nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS) betreten, teilte die Stadt am Sonntag mit. Die Regelung gelte auch für Bürger. Bürger ohne eigenen Mund-Nasen-Schutz können einen Einweg-MNS zum Preis von einem Euro am Eingang des jeweiligen Verwaltungsgebäudes kaufen.

Ab Donnerstag gelte die Plicht auch in den Kindertagesstätten der Stadt, allerdings nur für Erwachsene. Der Bürgermeister der 76.000 Einwohner zählenden Kommune, Tobias Stockhoff (CDU), empfahl das Tragen des MNS auch in Kindertagesstätten kirchlicher und freier Träger sowie in Schulen.

„Uns muss klar sein, dass die Corona-Krise noch nicht beendet ist. Daher gilt weiterhin, gemeinsam alles dafür tun, mögliche Infektionsketten zu durchbrechen. Und dafür ist der Mund-Nasen-Schutz ein geeignetes Mittel“, begründete der Bürgermeister die Maßnahmen. Die Maskenpflicht gelte ab Dienstag auch auf dem Wertstoffhof der zum Kreis Recklinghausen gehörenden Stadt.

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(kron/top/dpa)