1. Panorama
  2. Coronavirus

Corona: Malaria-Mittel an Coronavirus-Patienten in den USA getestet

Wirksamkeit von Hydroxychloroquin : Novartis testet Malaria-Mittel an Coronavirus-Patienten in den USA

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis darf das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin an Coronavirus-Patienten in den USA testen. Dabei warnen Forscher, dass der Wirkstoff schwere Nebenwirkungen auslösen könnte.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA habe es genehmigt, den Wirkstoff in einer klinischen Studie an rund 440 Infizierten in Krankenhäusern in den USA zu testen, teilte Novartis am Montag mit. Die Studie soll demnach in den kommenden Wochen in mehr als einem Dutzend Kliniken starten, das Medikament stellt die Novartis-Tochterfirma Sandoz zur Verfügung.

Hydroxychloroquin ist ein seit Jahrzehnten genutztes Medikament gegen Malaria. Weltweit wird derzeit untersucht, ob der Wirkstoff auch bei Coronavirus-Infektionen hilft. Tests laufen auch mit dem verwandten Wirkstoff Chloroquin.

Die Tests befinden sich weltweit jedoch noch im experimentellen Stadium, umfassende klinische Studien gibt es bislang nicht. In kleinem Maßstab untersucht wurde die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin bei Corona-Infektionen bereits in Frankreich und China. Vorläufige Ergebnisse ergaben, dass das Medikament möglicherweise bei schweren Corona-Infektionen helfen könnte.

Die USA haben den Einsatz von Hydroxychloroquin gegen das Coronavirus in Notfällen bereits bewilligt. US-Präsident Donald Trump hat den Stoff mehrfach als potenzielles Heilmittel gegen das Virus bezeichnet.

Forscher mahnen dagegen zur Vorsicht. Sowohl Chloroquin als auch Hydroxychloroquin können schwere Nebenwirkungen auslösen - vor allem in hoher Dosierung oder in Kombination mit anderen Medikamenten.

(ala/AFP)