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Moskau: Empörung über Foto von Kindern mit Waffennachbildungen

"Tag der Verteidiger des Vaterlands" : Empörung über Foto von kleinen Kindern mit Waffennachbildungen

In Russland sorgen Fotos von einer Kindergarten-Gruppe mit nachgemachten Kriegswaffen in den Händen für Empörung. Auf den Bildern sind Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis sechs Jahren zu sehen, wie sie mit Kalaschnikows und Granatwerfern vor einer Sprossenwand posieren, flankiert von einem Mann in russischer Uniform.

Internetkommentare zu den seit Mittwoch kursierenden Bildern bezeichnen die Initiative meist als skandalös. Die Fotos wurden in einem Kindergarten von St. Petersburg während des sogenannten patriotischen Unterrichts zum alljährlich am 23. Februar stattfindenden "Tag der Verteidiger des Vaterlands" aufgenommen. Die Waffen-Repliken stammen vom Verband Roter Stern, einem Zusammenschluss von Enthusiasten der Militärgeschichte.

Während sich die Leiterin des Kindergartens nicht äußern wollte, mochte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Juri Doroschinski nichts Skandalöses an den Bildern entdecken: "Warum soll ein Kind keine Waffe tragen dürfen", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist doch völlig idiotisch, ihnen Vaterlandsliebe beizubringen, ohne ihnen die Wirklichkeit zu zeigen." Er betonte, dass die Eltern die Initiative seiner Organisation unterstützt hätten.

(AFP)