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Entscheidung über Toilette am Skatepark in Sonsbeck vertagt

Antrag der Grünen in Sonsbeck : Beschluss über Toilettenbau am Skatepark vertagt

Die Grünen in Sonsbeck haben den Bau einer WC-Anlage an der Freizeitfläche beantragt. Die Politik will die Optionen genauer prüfen, vor allem aus Sorge vor Vandalismusschäden.

Der Skatepark in Sonsbeck – selbst wenn derzeit corona-bedingt gesperrt – ist ein Aushängeschild der Gemeinde. Die Anlage wird gut angenommen, ist Treffpunkt verschiedener Altersgruppen, die auch gerne länger dort bleiben. Doch genau das führt nach Ansicht der Grünen in Sonsbeck zu einem Problem: „Wo können die Besucher ihren menschlichen Bedürfnissen nachkommen?“, fragt die Fraktion und beantragt den Bau einer Toilette. Zu einem Beschluss in der Sache kam es im Hauptausschuss nicht. Vor allem aus Sorge vor Vandalismus will die Politik die Optionen genauer prüfen.

Eines ist jedoch bereits klar: Eine vandalismussichere und selbstreinigende Toilette im Wert von rund 140.000 Euro, die aus Mitteln des Förderprogramms „Soziale Integration im Quartier“ finanziert wird, wie es die Grünen favorisierten, lässt sich in Sonsbeck nicht realisieren. Wie die Verwaltung erklärte, seien die Fördermittel aus dem aktuellen Programm bereits ausgeschöpft. Und auf Nachfrage bei der Bezirksregierung Düsseldorf sei bestätigt worden, dass das Programm nicht weitergeführt werde. Im Gemeindehaushalt 2021 seien derartige Kosten nicht eingeplant.

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Die Grünen wären laut Christoph Fromont auch mit einer kleineren und günstigeren Variante zufrieden. Das Risiko von Vandalismus schätzt die Fraktion am Skatepark geringer ein als an anderen Standorten. „Dort gibt es eine gewisse soziale Kontrolle, weil auch Familien mit Kindern die Freizeitflächen nutzen“, erklärte Fromont, womit er das Argument von Josef Elsemann (CDU) entkräften wollte: Die Gemeinde habe bereits eine öffentliche Toilette am Neutorplatz wegen häufiger Vandalismusschäden abbauen müssen.

(beaw)