Streit in Kleve Grüne wehren sich gegen Aufzug-Aus und zeigen auf die Schleuse

Kleve · Nach dem „Aus“ für einen von den Grünen beantragten Aufzug zur Schwanenburg von der Weinhandlung Peters zur Burg attackiert Grünen-Fraktionssprecherin Verena Krauledat die Verwaltung und die Ideen für eine Schleuse.

„Was im Ausschuss als ,Luxusprojekt‘ und ,fixe Idee‘ der Grünen dargestellt wurde, war ein einstimmiger Ratsbeschluss, der nun gekippt werden soll. Eine seriöse und ergebnisoffene Prüfung hat, davon ist die Fraktion überzeugt, nicht stattgefunden“, so Krauledat. Die im Antrag genannten Möglichkeiten wie Aufzug oder Seilbahn sollten Beispiele für eine ökologisch verträgliche Lösung darstellen, bei der weder Bäume gefällt noch mit Tiefgründungen gearbeitet werden müsste.

Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer hatte erklärt, dass dies nicht möglich sei. Der Antrag war mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Etwas bemüht erschien den Grünen die Begründung des Bürgermeisters, die Bürger hätten angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage kein Verständnis für ein solches Projekt.

Die Stadt stecke viel Geld in andere Vorhaben, bei denen der Ausdruck ,Luxusprojekt‘ eher gerechtfertigt wäre. Bereits fünfstellige Summen seien ausgegeben worden, um die Machbarkeit einer neuen Schleuse zu prüfen – nur um festzustellen, dass sie wohl nicht zu finanzieren sei. „Bei einer Schleuse für Segelboote, wie die SPD sie fordert, ließe sich durchaus die Frage stellen, wie man der Bevölkerung in diesen Zeiten ein solches Projekt vermitteln kann“, so Krauledat.